Er will den TSV auf Vordermann bringen

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 Der TSV Blaubeuren (im Bild in Blau beim Spiel gegen den SV Scharenstetten) muss in der kommenden Saison ranklotzen.
Der TSV Blaubeuren (im Bild in Blau beim Spiel gegen den SV Scharenstetten) muss in der kommenden Saison ranklotzen. (Foto: Manfred Schwerwinski)
Fabian Dörflinger

Mit dem erfahrenen Peter Passer als Trainer startet der TSV Blaubeuren in die neue Fußball-Kreisliga A Saison. Nach einer Saison mit Höhen und vielen Tiefen muss beim TSV nun wieder Ruhe einkehren, damit die Leistung aus der vergangenen Runde getoppt wird. Passer setzt dabei auf viele Testspiele, um gut vorbereitet in die Saison zu gehen.

Wenn der TSV Blaubeuren am 18. August ins erste Ligaspiel zur neuen Runde geht, wird vor allem das personelle Bild ein ganz anderes sein. Nach dem Abschied von Fabian Flinspach als Trainer steht nun Peter Passer als Chef an der Außenlinie. Passer, der zuletzt den Landesligisten TSV Blaustein trainierte, soll den TSV wieder zu einem Topteam in der Liga machen.

Kirche im Dorf lassen

Die Bremse für dieses Vorhaben hat Passer, der sich als Statistiker bezeichnet, selbst betätigt. „Der TSV hatte in der vergangenen Saison 30 Punkte Rückstand auf Rang eins. Das ist eine Menge. Jetzt irgendwelche hohen Ziele zu setzen, ist vermessen. Da muss man die Kirche schon mal im Dorf lassen“, sagt er. Schließlich habe sich der Kader deutlich verändert, weil fünf erfahrene Spieler den Verein verlassen haben: Mario Wenzel (SC Staig), Philipp Kannemann (FC Schmiechtal), Matthias Jakon (Karriereende), Max Gauss (Karriereende) und Mario Sopic (Schelklingen/Alb). „Von denen möchte man natürlich jeden behalten. Aber so ist es eben im Fußball. Es ist ein Kommen und Gehen“, sagt Passer.

Er setzt auf die jüngere Generation. Moritz Walter, Kai Keck, Julian Gelder und Jonas Keller verstärken den Kader aus der eigenen Jugend. Dazu sollen Moritz Ziegler (TSV Blaustein), Marc Frischling (TSV Seißen) und Mike Loser (SV Pappelau/Beiningen) neue Rollen beim TSV einnehmen. Loser wird aufgrund einer Schulterverletzung dem TSV noch für einige Zeit fehlen. „Für die Zukunftsplanung ist es natürlich wichtig, dass junge Leute nachrücken. Und es ist einfach so, dass wenn ein junger Spieler besser ist, dass er dann einfach spielen muss“, sagt Passer.

Mit der Vorbereitung kann Passer bisher mehr als zufrieden sein. Der Sieg beim Blautopf-Pokal und ein dritter Platz beim Schmiechtal-Cup machen Hoffnung. „Vor allem beim Schmiechtal-Cup haben wir in wenigen Tagen 240 Minuten gespielt und da nur zwei Tore bekommen. So schlecht kann es also nicht gewesen sein“, scherzt Passer.

Mehrere Härtetests

Bevor es nun in die ersten Pflichtspiele geht, stehen mehrere Härtetests an. Zuerst geht es gegen den Landesligisten TSV Buch, dann gegen den Bezirksligisten SV Jungingen und dann gegen die erfahrene Truppe aus Grimmelfingen. „Mir ist es lieber, dass wir aus solchen Spielen lernen, als Testspiele mit 5:0 zu gewinnen. Dann ist die Truppe sicherlich gut vorbereitet.“

Insgesamt sind die Ziele des neuen Sportchefs einfach. „Wir wollen uns sowohl fußballerisch, als auch tabellarisch verbessern. Es gibt Teams wie Westerheim, Asselfingen und Bernstadt, die wohl aufsteigen wollen. Wir machen uns da überhaupt keinen Druck. Aber man sieht, dass die Spieler wollen, weil wir trotz Schichtarbeit und der Urlaubszeit immer rund 20 Leute im Training sind.“

Zum Saisonstart gibt es für den TSV gleich ein richtungsweisendes Spiel. Zu Gast ist am 18. August der Bezirksligaabsteiger aus Asselfingen.

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