Blaubeurer Rathaus ist „aufgehübscht“

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 Vor dem Rathaus mit neuem Fassadenanstrich (von links): Holger Siegel, Thomas Böttinger, Markus Gebhardt und Jörg Seibold.
Vor dem Rathaus mit neuem Fassadenanstrich (von links): Holger Siegel, Thomas Böttinger, Markus Gebhardt und Jörg Seibold. (Foto: Scholz)

Das Blaubeurer Rathaus wurde im Jahr 1425 erbaut und 1931 zur heutigen Fassung umgebaut. Jetzt wurde die Fassade erneuert. Die Fertigstellung ist für die Verwaltung ein Grund zur Freude. Ganz so einfach seien die Arbeiten nämlich nicht vonstatten gegangen.

Start der Arbeiten am 12. Oktober

„Handwerklich gesehen haben wir das Rathaus aufgehübscht“, sagt der Blaubeurer Bürgermeister Jörg Seibold (parteilos). Der alte Putz wurde abgeklopft, neuer kam hinzu. Es wurde auf eine Schutzschicht geachtet. Während der Arbeiten stand die Kommune mit dem Landesdenkmalamt in Kontakt, stimmte sich regelmäßig ab. So auch mit Blick auf die Farbe. Zudem wurde die Uhr an der Schaufassade gemacht. Die Fenster erhielten einen neuen Anstrich. „Für die Farbbehandlung stand die Auffrischung und Konservierung des Baustands im Mittelpunkt, wobei auch Risse und Putzschäden behoben wurden“, so Holger Siegel. Den städtischen Architekten freute es, dass die Maßnahme sowohl im zeitlichen als auch finanziellen Rahmen verlief. Die im Haushalt 2018 angesetzten Kosten von 100 000 Euro seien präzise eingehalten worden. „Wir sind gut gestartet und auch gut angekommen“, so Siegel. So sehe es auch mit Blick auf die Bauzeit aus. Start war am 12. Oktober. Innerhalb von sechs Wochen wurde das Vorhaben umgesetzt.

Ein Bereich wird nicht angefasst

Dazu gehörte auch ein neuer Windfang. Der hat laut Seibold einen ganz einfachen Hintergrund. „Wir haben vergangenes Jahr im Foyer Parkett gelegt“, erzählt er. Der Windfang diene letztlich dem Bodenschutz, sei eine „Sauberlaufzone“. Nicht in Angriff wurde das kleine Zwischengässle genommen. „Das wäre im Vergleich zu teuer geworden. Außerdem wollen wir vielleicht dort einen Verbindungssteg zum gegenüberliegenden Haus anbringen“, so das Stadtoberhaupt. Im gegenüberliegenden Haus sind unter anderem die Integrationsmanager sowie die EDV untergebracht.

750 Quadratmeter Putzfassade, 60 Quadratmeter Muschelkalk und Werksteinfassade, Schutzanstrich und Fensterrahmen: Die sechs Wochen seien für die Mitarbeiter im Rathaus allerdings auch anstrengend gewesen. „Es war laut und hat nach Chemie gestunken“, erklärt Seibold. Doch die Zeit sei jetzt vorbei.

„Eigentlich ist das eine unspektakuläre Maßnahme aber mit einer schönen Außenwirkung“, ist der Blaubeurer Bürgermeister der Meinung und fügt an: „Das Rathäusle kann sich wieder sehen lassen. Das macht schon was aus.“

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