Blaubeuren startet in die Badesaison

Das Blaubeurer Freibad hat wieder geöffnet. Die Betreiber gehen mit einem umfangreichen Hygienekonzept, aber auch mit gemischten
Das Blaubeurer Freibad hat wieder geöffnet. Die Betreiber gehen mit einem umfangreichen Hygienekonzept, aber auch mit gemischten Gefühlen in die neue Badesaison. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Seit kurzem hat das Freibad der „BlautopfBäder“ wieder seine Tore geöffnet. Neben den bekannten Einlassbedingungen ist der Zutritt ins Bad nur für Geimpfte, Genesene und Getestete erlaubt. Hinzu kommen umfangreiche Hygienevorschriften, die nicht nur das Bad, sonder auch die vorhandenen Sportstätten oder die Gastronomie betreffen. Besuche werden in drei Zeitblöcken angeboten, die Auslastung des Bades soll digital jederzeit von Interessierten abgerufen werden können.

Ab dieser Saison haben Geimpfte und Genesene die Möglichkeit, eine Saison-Berechtigungskarte der „BlautopfBäder“ zu erwerben. Damit wird ein unbürokratischer Zugang zum Freibad ermöglicht. Diese außergewöhnliche Situation erfordert von den Beschäftigten der TWB ein hohes Maß an Engagement.

Nur gemeinsam könne man eine erfolgreiche Freibadsaison 2021 möglich machen, heißt es von Seiten der Verantwortlichen bei den Technischen Werken Blaubeuren (TWB). „Wir sind uns alle einig, dass die kommende Freibadsaison nochmals eine Herausforderung sein wird. Das Blautopf-Bäder-Team bittet alle Kundinnen und Kunden um Verständnis, Rücksichtnahme und Vernunft. Helfen Sie bitte mit, dass wir unser Freibad offenhalten können, indem Sie alle Regeln einhalten“, appelliert TWB-Geschäftsführer Markus Späth.

Im Bad gelten neue Hygieneregeln

Um einen reibungslosen Bäderbetrieb im Sinne aller zu gewährleisten, müssten zwingend die zur Zeit geltenden Schutzmaßnahmen – wie beispielsweise die Einhaltung der Abstandsregeln auf der Wiese und im Wasser sowie das Hygienekonzept – beachtet werden. Die TWB setzten hier auf die Eigenverantwortung der Badbenutzer, so Späth weiter.

Alle im Betriebskonzept vorgesehenen organisatorischen Maßnahmen der TWB sollen der Gefahr von Infektionen soweit wie möglich vorbeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es aber zwingend erforderlich, dass auch die Badegäste ihrer Eigenverantwortung – gegenüber sich selbst und anderen – durch die Einhaltung der Regelungen der Badeordnung sowie der weiteren Anordnungen der „BlautopfBäder“ gerecht würden und Vorschriften befolgen.

Innerhalb des Bades werden entsprechende Hygieneregeln einzuhalten sein, dies sind unter anderem, dass in den Schwimm- und Badebecken Zugangsbeschränkungen gelten. Besucher müssen jederzeit auf die maximale Belegungsanzahl achten und dementsprechend auch die Anweisungen des Aufsichtspersonals ernstnehmen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist sowohl im Becken als auch auf den Liegeflächen einzuhalten. Entsprechende Markierungen und Hinweise auf dem Gelände sind angebracht. Zudem sollten die Badegäste auf die ausgehängten Informationen, Beschilderungen und Hinweise achten.

Reduzierte Zahl der Einzelumkleiden und Schließfächer

Die meisten Einrichtungen und Flächen sind in den Bädern nutzbar. Allerdings sind einige Bereiche vorübergehend noch nicht zugänglich, wie beispielsweise der Dusch- und WC-Trakt. Um einen normalen Betrieb zu ermöglichen, stehen dafür zwei WC-Anlagen im Aufsichtsgebäude zur Verfügung. Ferner gilt im Einlass- und Umkleidebereich die reguläre Maskenpflicht.

Der Umkleidetrakt ist geöffnet. Hier wurde die Anzahl der Einzelumkleiden und der Schließfächer reduziert. Der Zu- und Ausgang der Umkleidekabinen erfolgt im Einbahnverkehr. Eine entsprechende Beschilderung ist angebracht. Die Sammelumkleidekabinen bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Die Bäderbetreiber haben, um die Hygiene in diesem Bereich zu gewährleisten, Handdesinfektionsspender in ausreichender Anzahl im ganzen Freibadbereich angebracht. Die fest installierten Haarföhne sowie eigens mitgebrachte Haarföhne sind für jegliche Nutzung vorläufig untersagt.

Um auch das Duschen zu ermöglichen, sind vier beheizte Außenduschen in Betrieb und können unter Wahrung der Abstandsregeln genutzt werden. Im Beckenbereich muss der gebotene Abstand selbstständig gewahrt werden. Das bedeutet, kein Aufschwimmen und auch kein Überholen von anderen Schwimmern, teilen die TWB-Verantwortlichen mit.

Neuer Café-Pächter seit 1. Mai

Zudem sollten Besucher Gruppenbildungen, insbesondere am Beckenrand und auf der Beckenraststufe, vermeiden. Auf dem Beckenumgang sollten außerdem enge Begegnungen vermieden werden, indem Besucher die gesamte Breite zum Ausweichen nutzen. Die Planschbecken im Kinderbereich dürfen nur unter der Wahrung der aktuellen Abstands- sowie Gruppenregeln genutzt werden. Eltern sind für die Einhaltung der Abstandsregeln ihrer Kinder verantwortlich. Sowohl der Sprungturm als auch die Riesenrutsche kann nur genutzt werden, wenn genügend Aufsichtspersonal zur Verfügung steht.

Um im Eingangsbereich die Abstandsregeln einhalten zu können, wurde ein neuer Ausgang geschaffen. Dieser befindet sich links neben dem Aufsichtsgebäude. Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderung können das Freibad über den Eingangsbereich verlassen.

Seit dem 1. Mai haben die Betreiber im Bäder-Café vom Frei- und Hallenbad einen neuen Pächter. Mit Beginn des Jahres haben im Freibad-Café umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen, die leider noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Deshalb ist zum Start in die Freibadsaison das neue Bäder-Café noch geschlossen.

Maximal 350 Badegäste pro Block

Eine weitere Vorgabe des Betriebskonzeptes und der Corona-Verordnung ist die Erfassung der Kontaktdaten der Badegäste zur Kontakt-Nachverfolgung. Um hier lange Wartezeiten und Schlangenbildung vor der Einlasskontrolle im Freibad zu vermeiden und eine ordnungsgemäße Erfassung der Kontaktdaten zu gewährleisten, bitten die Betreiber das nötige Formular vorab online unter www.tw-blaubeuren.de herunterzuladen und auszufüllen.

Infolge der Zugangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelten Besuchsobergrenzen, die sich sowohl nach der Größe des Bades insgesamt als auch nach der Größe der Schwimmbecken bemessen. Deshalb wurde, um die geforderten Abstandsregeln einhalten zu können, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher limitiert. Das bedeutet: Ist die Zahl erreicht, dann kommt man nur noch rein, wenn jemand das Bad verlässt. Einen Anspruch auf Einlass in das Freibad wird es nicht geben, wenn die Kapazitätsgrenzen erreicht sind.

Die Besuchsobergrenze für das Freibad der BlautopfBäder beträgt je Zeitblock 350 Badegäste, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten dürfen. Die aktuell noch freien Plätze im Freibad werden digital im und außerhalb des Bades angezeigt. So wird es eine Information auf der Internetseite der TWB unter www.tw-blaubeuren.de, eine digitale Anzeige am Mühlweg (Treppenaufgang zum Freibad) und eine digitale Anzeige im Eingangsbereich geben.

Großzügige Liegeabstände

Um einen sicheren und hygienisch einwandfreien Badetag zu ermöglichen, wird das komplette Freibad regelmäßig gründlich gereinigt und desinfiziert.

Im Gelände sind die Liegeabstände ebenfalls großzügig und mindestens 1,5 Metern von anderen zu wählen. Gruppen dürfen die in der jeweils aktuellen Coronaverordnung vorgegeben und zugelassenen Größen nicht überschreiten. Volleyball-, Fußballtennis und Slacline können genutzt werden.

Einlass- und Hygieneregeln

Einlassbedingungen

- Erwerb einer Eintrittskarte am Kassenautomaten (bar oder bargeldlos) oder Besitz einer Berechtigungskarte der Blautopf-Bäder

- innerhalb der maximalen Besucherzahl je Zeitblock

- Kassenschluss 30 Minuten vor Ende des Zeitblock

- Badeschluss 15 Minuten vor Ende des Zeitblock

- Kinder unter elf Jahren nur in Begleitung Erwachsener Personen

- Besucherregistrierung zur Kontaktnachverfolgung

- Handdesinfektion nach Einlass

- Maximal 350 Badegäste pro Zeit-Slot am Tag

- bei der Einlasskontrolle besteht Maskenpflicht

- Neu: Zugangsbeschränkungen

Zugangsbeschränkungen „Neu“

Zum Schutz der Gesundheit gelten folgende Regeln:

Zutritt wird nur gewährt bei

• Nachweis einer Impfung (gültig 14 Tage nach der letzten Impfung)

• Genesung (gültiger PCR-Test, mindestens 28 Tage und höchstens 6 Monate alt, oder PCR-Test, älter als 6 Monate, aber erste Impfung erfolgt)

• Antigen-Schnelltestung (tagesaktuelles beaufsichtigtes Testergebnis, das am Ende der Badezeit noch gültig ist)

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr benötigen diese Nachweise nicht.

Kein Zutritt bei

• typischen Symptomen einer Infektion mit dem Coronavirus, namentlich Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust

• bei Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzs

• fehlendem Nachweis einer Impfung, einer überstandenen Infektion oder eines tagesaktuellen Tests

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

verkaufsoffener Sonntag

Inzidenz in Lindau weiter über 50: Diese Einschränkungen sind ab Montag wahrscheinlich

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Lindau Stand Freitag bei 57,3, und wird damit voraussichtlich am Samstag den dritten Tag in Folge über 50 liegen. Wenn das passiert, dann gelten ab Montag, 14. Juni, wieder strengere Regeln. Eine Ausnahme macht das Landratsamt für Schulen. Außerdem soll es schon in der kommenden Woche in den Impfzentren wieder Erstimpfungen geben.

Laut der neuesten Fassung der Infektionsschutzverordnung Bayerns dürften sich dann beispielsweise zehn Personen aus nur noch drei Haushalten treffen, bislang ist ...

Am Wochenende gab es erneut Krawall am Ravensburger Veitsburghang.

Corona-Newsblog: Rund 450 Leute feiern auf der Ravensburger Veitsburg

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 7.400 (498.142 Gesamt - ca. 480.600 Genesene - 10.074 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 10.074 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 25,4 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 48.300 (3.714.

Ornithologe Peter Berthold

Warum nicht gleich eine Plastikhecke? - Experte besorgt über Gartengestaltung in der Region

Und noch so ein Psychopathen-Garten!“ Peter Berthold rollt mit seinem Auto im ersten Gang an einem Grundstück vorbei, das von einer säuberlich getrimmten Hecke aus Kirschlorbeer umsäumt wird. „Da kann man auch gleich eine Plastikhecke pflanzen, leben tut darin nix. Die Insekten mögen die giftigen Blätter nicht und den Vögeln fehlt die Nahrung“, sagt der Vogelkundler, der viele Jahre lang die Vogelwarte Radolfzell am Bodensee geleitet hat, eine Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie.

Mehr Themen