Blaubeuren sammelt alte Handys für den guten Zweck

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 Viele alte Handys liegen auf einem Haufen
In vielen Geräten gibt es noch wertvolle Stoffe. (Foto: Julian Stratenschulte)
Schwäbische Zeitung

Blaubeuren beteiligt sich an der Handy-Challenge im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg. Die Handy-Aktion Baden-Württemberg hat einige Kommunen im Alb-Donau-Kreis eingeladen, sich an der „Handy-Challenge“ zu beteiligen. Auch die Stadt Blaubeuren unterstützt diese Aktion. Noch bis zum 26. Juli dieses Jahres sollen 5000 gebrauchte Mobiltelefone gesammelt und damit 45 Kilogramm Kupfer und 125 Gramm Gold dem Recycling zugeführt werden.

Die Bevölkerung in der Region wird laut Mitteilung aufgefordert, die alten Handys aus den Schubladen zu holen und diese in die Sammelboxen zu werfen. Diese stehen in Blaubeuren – beispielsweise im Rathaus oder auch der Touristinformation – bereit. Mit dem Erlös der Aktion werden Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika gefördert.

Verschiedene Organisationen sind dabei

Die „Handy-Aktion Baden-Württemberg“ ist laut Mitteilung ein Projekt verschiedener Organisationen der Kirchen und der Zivilgesellschaft, zu der auch die evangelischen Landeskirchen Baden und Württemberg gehören. Sie ist Kooperationspartner der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg und wird vom Umweltministerium unterstützt.

In Deutschland, so heißt es weiter, werden jährlich rund 25 Millionen Mobiltelefone verkauft. Die alten Geräte landen dann oft in Schubladen und werden nicht mehr benutzt. Nach Schätzungen sind dies rund 124 Millionen Handys. In diesen schlummern aber „wahre Schätze“ an Rohstoffen wie Gold, Kupfer, Zinn und Kobalt, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stünden und unter anderem im Kongo unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut würden.

Ziel ist es, Schätze zu heben

Ziel der Handy-Aktion Baden-Württemberg ist es, diese Schätze zu heben, wieder in den Kreislauf zurückzuführen und gleichzeitig auf die globalen Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Noch seien vielen Handynutzern diese Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt wenig bewusst.

Aus diesem Grund haben die evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, die Diakonie Württemberg mit Brot für die Welt, das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm), das evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW), die Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) und das Entwicklungspädagogische Informationszentrum Reutlingen (EpiZ) die Handy-Aktion ins Leben gerufen. Die Sammlungen werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom umgesetzt.

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