10 Millionen Euro für neue Halle: Darum bleibt „Spohn & Burkhardt“ Blaubeuren treu

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Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Der Elektrotechnikhersteller „Spohn & Burkhardt“ investiert insgesamt 10 Millionen Euro in seine neue Fertigungshalle samt Verwaltungsgebäude am Standort Blaubeuren. „Wir bleiben Blaubeuren treu“, sagte Markus Seifert, Geschäftsführer von Spohn & Burkhardt, am Montag beim offiziellen Spatenstich für das Großprojekt an der Württemberger Straße und erhielt dafür vor allem von Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold Applaus. Doch auch der Standort in Schelklingen sei damit mindestens für die kommenden zehn Jahre gesichert, so Seifert.

 Für eine neue Fertigungshalle mit Verwaltungsgebäude dürfen den Spaten stechen (v. li.): Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold
Für eine neue Fertigungshalle mit Verwaltungsgebäude dürfen den Spaten stechen (v. li.): Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold, die GesellschafterInnen Christl Kessler, Sigrid Waltering, Ingeborg Scherer, Gottfried Betz, Geschäftsführer Markus Seifert sowie Prokurist Thomas Hahn. (Foto: Kroha)

Bereits vor drei Wochen ging es auf der Baustelle in Blaubeuren los – Ende 2019 soll die Halle, in zwei Jahren dann das Verwaltungsgebäude fertig sein. „Eigentlich hätte der Anlass besseres Wetter verdient“, so Jörg Seibold beim Spatenstich. Immerhin habe der Elektrotechnikhersteller „das letzte Filetstück“ im Blaubeurer Gewerbegebiet erhalten, das ihm quasi vor knapp 150 Jahren eigentlich schon mal gehörte: Damals habe dort nämlich das Zementwerk Spohn gestanden, der Vorläufer vom heutigen HeidelbergCement. „Das ist aber auch eine Anerkennung für den Firmenstandort Blaubeuren“, sagte Seibold.

Zumal für Spohn & Burkhardt, deren Verwaltung aktuell in der Blaubeurer Innenstadt sowie deren Produktion und Fertigung in Schelklingen beheimatet ist, auch noch andere Standorte in Frage gekommen wären: zum Beispiel eben gerade Schelklingen oder aber auch Seißen.

„Ich bin glücklich und zufrieden, dass wir diesen Platz haben.“

Mit ein Argument pro Blautopf-Stadt soll die Zugverbindung gewesen sein, wie Geschäftsführer Markus Seifert berichtet: „Das wird immer wichtiger. Ich bin glücklich und zufrieden, dass wir diesen Platz haben.“ Jetzt hofft er auf einen „schnellen und fristgerechten Baufortschritt“ und „dass die Kosten im Rahmen bleiben“. Jedoch habe er schon eine „Kostenexplosion“ wegen der überfüllten Auftragsbücher der Handwerker hinnehmen müssen.

Halle mit Nutzfläche von 5000 Quadratmetern

In einem ersten Bauabschnitt soll die Montagehalle mit einer Nutzfläche von 5000 Quadratmetern entstehen, um Fertigung (in Blaubeuren) und Produktion (in Schelklingen) getrennt von einander stattfinden lassen zu können. Das dreistöckige Bürogebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 1400 Quadratmetern soll in einem zweiten Bauabschnitt fertiggestellt werden. In zwei Jahren soll dann die Verwaltung von der Mauergasse in die Württemberger Straße umziehen.

Interessenten für die Räumlichkeiten in der Innenstadt gebe es laut Seifert schon – möglich sei zum Beispiel betreutes Wohnen. Die insgesamt rund 210 Mitarbeitern werden in Zukunft auf die zwei Standorte verteilt: 65 Beschäftigte arbeiten fortan in der Produktion in Schelklingen. Die restlichen werden in Blaubeuren untergebracht.

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