Einblick in tiefste Höhle nördlich der Alpen

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Schwäbische Zeitung

Um die 148 Meter tiefe Hessenhauhöhle bei Berghülen weiter erforschen zu können, ist viel Geld notwendig. Das wollen die Höhlenforscher der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Blaukarst mit einer neuen Broschüre einnehmen, die den Titel „Expedition Hessenhau - Vorstoß in die Höhle ohne Ende“ trägt und sich auf das Alleinstellungsmerkmal der Hessenhauhöhle bezieht. Laut Arge ist sie die tiefste Höhle nördlich der Alpen.

Auf 48 Seiten berichten die Forscher der Arge über die Grabungs- und Forschungsgeschichte, die Hessenhauhöhle an sich sowie die beginnenden wissenschaftlichen Arbeiten. Neben Texten finden sich zahlreiche Bilder in der Broschüre. Sie soll beim Blaubeurer Erlebniswandertag am 1. Mai erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden und sieben Euro kosten.

Seit 2006 forscht die 2005 gegründete Arge intensiv in der Hessenhauhöhle bei Berghülen. Dabei gruben die Forscher einen 50 Meter tiefen Schacht aus und sicherten ihn umfangreich. Im Frühjahr 2010 gelang es, in natürliche Schächte vorzustoßen, auch hier mussten jedoch weiterhin Engstellen erweitert werden, teilt die Arge mit.

Im März 2011 fanden die Vereinsmitglieder einen horizontalen, kleinen Bachgang, der bald in den großen Flusstunnel der Nordblau einmündete. Die Verbindung zum Blauhöhlensystem ist über Färbungen 2013 nachgewiesen worden.

Die bislang erforschte Hessenhauhöhle ist vier Kilometer lang. Derzeit versperren vor allem Siphone den weiteren Weg, was Forschung sehr aufwendig und auch kostspielig werden lässt. Die Arge Blaukarst wurde 2005 gegründet.

Wer sich die Broschüre sichern will, kann sich bis 10. März bei der Arge Blaukarst per E-Mail an info@blauhoehle.de melden. In diesem Fall kostet das Werk anstatt sieben nur fünf Euro. Bei der Vorbestellung ist anzugeben, ob die Broschüre verschickt werden soll oder am 1. Mai in Blaubeuren abgeholt wird. Weitere Informationen zur Arge Blaukarst gibt es im Internet auf: www.blauhoehle.de

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