Wie Ariel durchs Schwimmbecken

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Vorsichtig erkunden die Kinder das Becken im Waldfreibad.
Vorsichtig erkunden die Kinder das Becken im Waldfreibad. (Foto: SZ- HOG)
Friedrich Hog

Die Tauchschule Happy Divers aus Asselfingen hat am Donnerstag im Schwimmbad zehn Kinder mit Tauchunterricht erfreut. 14 Mädchen ließen sich in das Schwimmen mit einer Monoflosse einweisen. Hier trafen Spaß und fachliche Genauigkeit aufeinander und weckten Lust auf mehr sommerliches Wasservergnügen.

Die Sonne lacht vom Himmel, das blaue Wasser im Waldschwimmbad könnte kaum einladender sein. Die Ferien haben begonnen und was könnte schöner sein, als sich bei erfahrenen Tauchlehrern einige wertvolle Tipps zum Tauchen oder Schwimmen mit der Monoflosse zu holen. Das dachten sich insgesamt zwei Dutzend Kinder, die sich für das Ferienprogramm Tauchen angemeldet haben. In zwei Gruppen wurden zunächst die Tauchschülerinnen und Schüler jeweils eine Stunde lang in die Kunst des sicheren Tauchens eingeweiht.

Das Anlegen der Taucherausstattung mit Sauerstoffflasche, Jacket mit integrierter Schwimmblase und Lungenautomat zum Atmen unter Wasser erweist sich als weniger lästig als gedacht. Tauchlehrer Daniel „Speedy“ Weber erklärt zunächst die vier wichtigsten Zeichen für unter Wasser, also „Okay“, „Etwas stimmt nicht“, „Auftauchen“ und „Abtauchen“. Nach kurzem Training der entsprechenden Handzeichen und Befüllungs- und Entlüftungserklärung für den Taucheranzug legen die Kinder die Flossen und Masken an. Schon fünf Minuten nach dem Erstkontakt mit der Taucherausrüstung werden die Kinder von den Tauchlehrern der Happy Divers einzeln an der Hand genommen und nach einer Viertelstunde vom seichten ins tiefe Wasser begleitet, wo es bis zu 3,8 Meter tief ist. Wenige Minuten später dürfen die Kinder sich auch vom Scooter ziehen lassen, der durch Akkus betrieben wird.

„Die Kenntnisse, die sie hier oder in anderen Bädern wie dem Bad Blau, dem Donaubad oder den Schwimmbädern Nattheim, Heidenheim, Dillingen oder Dornstadt von uns vermittelt bekommen, können die Kinder im Baggersee oder im Meer anwenden“, sagt Speedy. Dabei vergisst er nicht zu erwähnen, dass die Tauchschule Happy Divers in Asselfingen auch die Ausrüstung und das Drumherum zum Kauf anbietet. „Der Erwerb ist bei uns frei. Für das Tauchen im Ausland ist aber oft ein Tauchschein erforderlich, falls man auf eigene Faust tauchen möchte“, ergänzt der erfahrene Tauchlehrer.

Ab acht Jahren kann man übrigens nach Asselfingen zum Schnuppertauchen kommen, ab zehn Jahren einen Tauchkurs besuchen, bei dem man nach Theorie und einigen Praxisstunden einen international anerkannten Tauchschein erwerben kann. Schon ab sieben Jahren können Mädchen das Delphinschwimmen mit der Monoflosse erlernen. „Da macht man wellenförmige Bewegungen und kommt viel schneller im Wasser voran als ohne die Monoflosse“, sagt Speedy, und ergänzt: „Dieser Trend ist vor drei Jahren aus Amerika zu uns gekommen, inzwischen besorgen sich auch Jungs die Flosse, nur tragen sie keine Kleider.“ Und schon bevölkern 14 Mädchen mit ihren Flossen das Waldbad, um sich in die Technik einweisen zu lassen.

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