SZ-Leser kochen zusammen mit Basketballprofis

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Schwäbische Zeitung

Kochen mit Profis: Bei der Aktion der AOK und der Schwäbischen Zeitung haben SZ-Leser zusammen mit den Zweitliga-Basketballern des Teams Ehingen Urspring unter Anleitung der Diätassistentin Gudrun Mack in der Küche der Gemeinschaftsschule Allmendingen gekocht. Heraus kamen schmackhafte Gerichte, außerdem erfuhren die Leser in den Gesprächen am Herd auch Privates von den Sportlern.

Mit fünf Spielern der ProA-Mannschaft und Teammanager Nico Drmota waren die Steeples an ihrem trainingsfreien Tag erschienen – und die US-Amerikaner Seger Bonifant, Bradley Hayes und Davonte Lacy sowie Sebastian Schmitt und Bo Meister hatten Spaß am gemeinsamen Kochen. In Kleingruppen, SZ-Leser und Basketballer gemischt, wurden die Speisen zubereitet, die Gudrun Mack zum Thema „Sport und Ernährung“ ausgewählt hatte. An jede Tageszeit war gedacht – Frühstücks-Shake und Flockenmüsli für den Morgen und Mahlzeiten, die sich als Mittag- oder Abendessen anbieten. Unter anderem gab es Ziegenfrischkäse auf Tomatenscheiben, Linsensuppe mit Kokosmilch, gebratene Champignons mit Pinienkernen, rote Linsensuppe mit Kokosmilch, türkische Paprika aus dem Ofen, eine asiatisch angehauchte Lachspfanne oder Kräuterhähnchen auf mediterranem Gemüse mit Kartoffeln. Knapp ein Dutzend Gerichte kamen auf den Tisch , von denen am Ende, nach dem Essen, wenig übrig war.

Damit waren auch die mit Augenzwinkern geäußerten Befürchtungen von Ralf Eickmann hinfällig. Eickmann, bei der AOK Ulm-Biberach für Gesundheitsförderung zuständig, hatte zur Begrüßung gesagt, dass Steeples-Teammanager Drmota „lauter hungrige Basketballer“ angekündigt habe, und ergänzt: „Ich hoffe, sie lassen uns was übrig“, so Eickmann schmunzelnd.

Die Basketballer, in ihren Einwegschürzen aus Plastik, die bei manchem der groß gewachsenen Spieler am Knie endeten, halfen tatkräftig bei der Zubereitung der Gerichte, schnitten Zwiebeln, häuteten Tomaten, füllten Paprikas, marinierten Hähnchenkeulen. Keinem der jungen Spieler musste man viel erklären. Die Profis, die zumeist in WGs zusammenleben, verrieten den Lesern, dass sie auch zu Hause regelmäßig kochen – eines der bevorzugten Gerichte der US-Amerikaner: „Hähnchen mit Reis“. In den Gesprächen während des Kochens ging es aber auch um die Heimat der ausländischen Profisportler, um die Vorlieben der Sportler und natürlich um Basketball. Thema war auch die unglückliche Niederlage der Steeples am Vortag gegen Heidelberg und der Baunacher Sieg, wodurch die Lage im Abstiegskampf für Ehingen Urspring komplizierter wurde. Die Stimmung in der Küche trübte dies aber nicht.

Dass der Abend in Allmendingen nicht nur unterhaltsam für die mehr als ein Dutzend Teilnehmer war, sondern auch lehrreich, dafür sorgte Kursleiterin Gudrun Mack, die für die AOK schon unzählige Kurse angeboten hat. Die Diätassistentin hatte zu Beginn die Rezepte und die Zutaten erläutert. Das Frühstück sei die „wichtigste Mahlzeit am Tag“, sagte Mack. Wichtig sei dabei die Ausgewogenheit und dass Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette berücksichtigt würden. Gudrun Mack wies unter anderem auf die Bedeutung von Kräutern („enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe“), Ingwer („natürliches Antibiotikum“), Nüssen („eine Handvoll am Tag knabbern ist für Sportler gut, sie sind wahre Energiewunder“) und Hülsenfrüchten (mit Kohlenhydraten, die langsam ins Blut gingen, und vielen Mineralstoffen) hin und betonte den Vorteil von Vollkornnudeln, Amaranth, Quinoa und Hirse („sehr viele Inhaltsstoffe“).

Mit Blick auf den Sport ging Mack auch kurz auf Getränke ein. Von zuckerhaltigen Getränken riet sie ab und statt speziellen fertigen Sportlergetränken empfahl sie Fruchtsaftschorle, geeignet nach körperlichen Anstrengungen. Sie sollten mindestens zu zwei Dritteln aus Wasser bestehen. Dass vor und während der Wettkämpfe oft nur Wasser getrunken wird, sagte Basketballer Sebastian Schmitt. „Während des Spiels trinken wir stilles Wasser mit etwas Magnesium drin.“

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