Spatenstich für die Seniorenresidenz

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Der Baubeginn der Seniorenresidenz an der kleinen Schmiech in Allmendingen ist eingeleitet. Am Freitag fand der offizielle Spatenstich für das Projekt auf dem Gelände des alten Bürgerheims statt. In vier Häusern entstehen 33 Wohnungen und zwölf Einzimmer-Appartements. Neben den Verantwortlichen und Gemeinderäten waren auch die Bewohner aus dem Bürgerheim gekommen.

„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, betonte Allmendingens Bürgermeister Florian Teichmann in seiner Ansprache. Die Gemeinde investiere drei Millionen Euro für das vordere Gebäude an der Straße, das zuerst fertiggestellt sein wird. Die zwölf Einzimmer-Wohnungen darin, die je 35 Quadratmeter groß sein werden und über Bad und Kochmöglichkeiten verfügen, sollen älteren Menschen ermöglichen „im Alter würdevoll zu leben“, erklärte der Bürgermeister. Im Erdgeschoss werde es einen großen Gemeinschaftsraum für Personen geben, der frei verfügbar sein wird.

Sozialstation Erbach vor Ort

Die Wohnungen in den anderen drei Häusern, zwischen 50 und rund 100 Quadratmeter groß, können frei auf dem Markt erworben werden und sind für Menschen ab 60 bestimmt und für solche, die einer persönlichen Betreuung bedürfen. Auch wird die Sozialstation Erbach vor Ort sein. „Ein i-Tüpfelchen wäre es noch, wenn wir eine Tagespflege in das Areal bringen“, sagte Teichmann.

1956 sei das alte Bürgerheim für 280 000 DM errichtet worden und wurde in den 90er-Jahren renoviert, erklärte der Bürgermeister. Das neue Seniorenzentrum liege „bewusst in unserer Mitte, denn da gehört es hin“. Seit der ersten Idee seien einige Monate ins Land gezogen, erklärte Teichmann, doch die Verzögerung sei gut gewesen: So hätten Änderungswünsche mit eingearbeitet werden können. Der Bürgermeister bedankte sich bei der Politik für Fördermittel und betonte seinen Wunsch nach einem gelingenden und unfallfreien Bauvorhaben.

Der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel sprach von „Großem, das in Allmendingen geschaffen wird“. Er betonte die Bedeutung des Miteinanders und erklärte: „Es ist gut investiertes Geld in eine Kultur der Achtsamkeit“.

Projekt vor zwei Jahren entwickelt

Investor Benjamin Paschke von der Firma Life Konzept blickte zurück: Vor zwei Jahren habe die Firma das Projekt entwickelt und später im Gemeinderat vorgestellt. Dann sei es gemeinsam weiterentwickelt worden. Wichtig sei immer die Barrierefreiheit der Wohneinheiten gewesen. Die Wohnungen des jetzigen Bürgerheim seien lediglich 19 Quadratmeter groß. Begonnen werde nun mit dem vorderen Haus der Gemeinde, als nächstes dann mit dem rechts davon, in dem es nur noch wenige Wohnungen zu verkaufen gebe.

Insgesamt entstünden bei dem Projekt 3200 Quadratmeter an Wohnfläche, erklärte Architekt Sigmar Schumacher. In der kommenden Woche würden bereits die Baumaschinen anrücken, darunter ein großer Kran. Ziel sei es, dass die beiden ersten Häuser in einem Jahr fertig seien. Dann starte der Bau der nächsten Gebäude. Es handle sich um energieeffiziente Häuser, die um einen Innenhof errichtet werden, erklärte der Architekt. Die Baufirma Härle aus Maselheim mit Michael Gerich kümmere sich um den Bau.

Vorfreude bei den Senioren

„In der nächsten Zeit wird es ein bisschen lauter an der Baustelle“, wendete sich Schumacher an die Bewohner des Bürgerheims und bat um Verständnis. Wenn die ersten Gebäude fertig sind, werden die 13 Bewohner umziehen und das Bürgerheim wird abgerissen. „Wir freuen uns, wir ziehen ja um, wenn das erste Gebäude fertig ist“, sagt Maria Hackling, die seit acht Jahren im Bürgerheim wohnt, auf Nachfrage. Nach dem Umzug der 13 Bewohner wird das Bürgerheim dann abgerissen. Die Vorfreude lässt sich Hackling durch den bevorstehenden Baulärm nicht trüben. „Da müssen wir jetzt eben durch“, sagt sie entschieden.

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