Die Kühe, die bei Familie Kegel in Weilersteußlingen leben, werden in Zukunft noch mehr Platz und Komfort haben. Die Familie hat nämlich einen neuen Stall für 180 Kühe bauen lassen, der nun beinahe fertiggestellt ist. Gefeiert wird das mit einer Party und einem Tag der offenen Tür.

„Bisher hatten wir rund 70 Kühe“, sagt Elke Kegel. Der alte Stall, der im Jahr 1970 erbaut und 1989 von einem Anbinde- in einen Laufstall umgebaut wurde, sei für eine moderne Milchviehhaltung nicht mehr zeitgemäß und reiche nicht, um die Familie zu ernähren. „Unser Sohn Philipp, 23 Jahre alt, macht auf dem Hof weiter. Er hat seine Ausbildung beendet und ist auf dem Weg zur Meisterprüfung“, erklärt Elke Kegel. Es geht mit der neuen Generation also Richtung Zukunft.

Roboter im neuen Stall

Passend dazu werden Roboter im neuen Stall zum Einsatz kommen. Die Entscheidung für das passende Melksystem sei auf einen Melkroboter gefallen. Der „Lely Astronaut A5“ biete neben flexiblen Stallzeiten ebenso eine Tierüberwachung, bei welcher die Tieraktivitäten mit Sensoren erfasst werden. Weitere Roboter aus dem Hause „Lely“ werden im neuen Stall der Familie Kegel Futter anschieben und den Mist in die Spalten abschieben, damit es stets sauber ist.

Durch die Roboter falle in Zukunft weniger körperliche Arbeit an, so spare man sich auch die Handarbeit beim Melken. Dafür gebe es neue Aufgaben, besonders am Computer, denn „Maschinen laufen nur so gut, wie man sie bedient“, erklärt Elke Kegel. „Die Roboter muss man so einstellen, wie man es will.“

Viel Licht und Platz soll der neue Stall bieten.
Viel Licht und Platz soll der neue Stall bieten. (Foto: Kegel)

Um den Tieren den notwendigen Komfort zu geben, fiel die Entscheidung der Familie auf einen neuen Stall mit Güllegrube und weiteren Fahrsilos. Der neue Boxenlaufstall ist sechsreihig konzipiert mit zwei außenliegenden Futtertischen. Mit Tiefboxen, Spalten, einem Laufhof sowie Curtains, einem Dach mit Sandwich-Eindeckung und Folienfirst sei für ein ideales Wohlbefinden der Kühe gesorgt. Durchsichtiges Plexiglas am Giebel sorge für optimale Lichtverhältnisse. „Eine Kuh braucht einfach viel Platz“, sagt Elke Kegel. Im neuen Stall gebe es viel Licht und Platz ohne Ende.

Eine großzügige Abkalbebucht, in der sich die Kühe frei bewegen können, gewährleiste den bestmöglichen Komfort für Kuh und Kalb. Die Kälber werden unter einem großen Vordach auf der Südseite des Stalles untergebracht. Im alten Stall wird Jungvieh gehalten.

„Haldehof“, so lautet der Name in Zukunft. Die Pläne für den neuen Stall reichen Jahre zurück, erklärt Elke Kegel, vor etwa einem Jahr hätten die Maurer damit begonnen, die Mauern hochzuziehen. Nun müssen nur noch Kleinigkeiten erledigt werden. Schon bald soll der Stall bezugsfertig sein.

„Q-Stall-Party“ zur Einweihung und Tag der offenen Tür

Um die noch unbewohnten Gemäuer gebührend einzuweihen, findet am Freitag, 19. Oktober, eine „Q-Stall Party“ ab 21 Uhr statt. Am Sonntag, 21. Oktober, lädt Familie Kegel von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür auf den Haldehof, Haldeweg 1, in Weilersteußlingen ein. Um mehr über den Hof und den neuen Stall zu erfahren, gibt es Führungen um 11, 13 und 15 Uhr. Außerdem gibt es eine landwirtschaftliche Ausstellung. Auch die Kinder finden in der Hüpfburg, in der Bastelecke oder aber beim Kinderschminken beste Unterhaltung. Für Essen und Trinken sorgen der Bergemer Musikverein Grötzingen sowie der Bergemer Landfrauenverein.

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