Markus Braig (links) leitet jetzt mit dieser Mannschaft die Narrenzunft in Allmendingen.
Markus Braig (links) leitet jetzt mit dieser Mannschaft die Narrenzunft in Allmendingen. (Foto: Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Viel Neues hat die Hauptversammlung der Narrenzunft „Zigeuner“ in Allmendingen ergeben. Ein Wechsel an der Spitze fand statt: Die „Ära Christian Sauter“ geht zu Ende, sagte Wahlleiter und Bürgermeistervize Manfred Huber. Sauter leitete die Narrenzunft seit 15 Jahren und zog mit dem Ausschuss „den Karren einst aus dem Dreck“, wie er erinnerte.

Christian Sauter war auch schon als Abteilungsleiter und davor als Stellvertreter der Abteilung Zigeuner engagiert gewesen. Nachfolger von Sauter als Zunftmeister wird sein bisheriger Stellvertreter Markus Braig. Zur neuen zweiten Zunftmeisterin steigt die bisherige Pressewartin Tamara Ostertag auf.

Viel Arbeit liegt vor dem neuen Ausschuss. Männliche und weibliche Masken für die Zigeunergruppe werden angefertigt, die von Mitgliedern ab 15 Jahren getragen werden können. Es gilt das Narrenjubiläum im kommenden Jahr vorzubereiten, Kinderhäser herstellen zu lassen und die Narrenzunft insgesamt neu zu strukturieren, weil die unterschiedlichen Gruppen in Zukunft als eine Gruppe organisiert werden sollen. Rund 250 Mitglieder inklusive Narrensamen und Passive bilden die Narrenzunft.

Neue Zunftstruktur

Anträge zur Einführung der Kinderhäser und der neuen Zunftstruktur seien eingereicht worden, sagte der neue Zunftmeister. Irritationen entstanden darüber, dass der Ausschuss die Anträge als Arbeitsaufträge begreift und keine Debatte darüber führte. Wenn die Satzung neu gefasst sei, bekommen die Mitglieder Gelegenheit, abzustimmen, begründete Markus Braig in der sehr gut besuchten Versammlung im Vereinsheim.

Er bekommt als neue Pressewartin Cinderella Paschke, als neuen Beisitzer Kessler für den ausscheidenden Steffen Ziehr Jochen Zäh und als neuen Beisitzer für die ausscheidende Edith Schrode Berthold Zwick an seine Seite. Als Beisitzer Allgemein wurde Oliver Schmidt wiedergewählt. Die Bezeichnung für dieses Beisitzeramt rührt davon her, dass der Fanfarenzug auf Eis liegt.

Der Wunsch nach Musikliebhabern, die mitmachen wollen, wurde geäußert. Mit nur einem Trommler kann zwar der Kinderumzug im Ort begleitet, nicht aber außerhalb bei Veranstaltungen aufgetreten werden, hieß es. Auch die Kassenprüfer Marianne Ostertag und Werner Schrode wurden bei den Teilwahlen bestätigt. Nur auf ein Jahr wurden die außerordentlich besetzten Posten der zweiten Zunftmeisterin und des Beisitzers Zigeuner gewählt.

Kurz war Sauters letzter Rechenschaftsbericht ausgefallen, weil er aus persönlichen Gründen nicht oft im Berichtsjahr anwesend sein konnte. 16 Umzüge und fünf Brauchtumsabende haben die Allmendinger Narren besucht und den ersten Narrenbaum am Rathaus gestellt, erinnerte Schriftführerin Nicole Ziehr. Ein ordentlicher Gewinn ergab sich im Berichtsjahr, informierte Kassierer Patrick Müller. Zu den Terminen 2019 gehören das Karfreitagsgrillen am Zunftheim, ein Kinderausflug zur Abenteueralpe in Immenstadt im Mai, ein Narrenkickturnier im Juli, ein Erwachsenenausflug nach Pfullingen zum Fußballgolf mit anschließendem Weinfestbesuch im August, eine Wanderung mit Grillfest im September und der Glühmarkt der Kesslertreiber im Dezember.

Fest im Sommer 2020

Die Narrenzunft kann im nächsten Jahr ihr 44-jähriges Bestehen feiern. Das soll mit einem Fest im Sommer geschehen. Die Vereinsgeschichte soll nach Möglichkeit aufgearbeitet und präsentiert werden. In der Vergangenheit gab es schon einmal Masken im Ort. Überlegt wird, Ehrungen von Mitgliedern mit Schnapszahljubiläen vorzunehmen.

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