Kirchengemeinde veranstaltet Orgelfest

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Der Orgelförderkreis Allmendingen freute sich über den guten Besuch des Festes und hofft auf baldigen Baubeginn.
Der Orgelförderkreis Allmendingen freute sich über den guten Besuch des Festes und hofft auf baldigen Baubeginn. (Foto: SZ-Fotos (2) : Kurt Efinger)
Kurt Efinger

Die katholische Kirchengemeinde Allmendingen ist zuversichtlich, Ende dieses Jahres mit der Planung für die neue Orgel beginnen zu können. Am Sonntag trug das gut besuchte Orgelfest dazu bei, bis dahin die Hälfte des benötigten Geldbetrags von 350 000 Euro beisammen zu haben.

Ende 2016 waren 112 000 Euro in der Kasse. Am Ende des laufenden Jahres sollen es 175 000 Euro sein. „Dieses Jahr können wir die vom bischöflichen Bauamt und dem Denkmalamt vorgegebenen Rahmenbedingungen für den Bau einer neuen Orgel in der Mariae-Himmelfahrt-Kirche erfüllen“, sagte Hubert Vogel, der Vorsitzende des vor vier Jahren gegründeten Orgelförderkreises bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste des Orgelfestes unter den Linden im Garten des Pfarrer-Sailer-Hauses.

„Eine neue Orgel ist eine Anschaffung für die nächsten 100 Jahre“, sagte Hubert Vogel im Gespräch mit der SZ Ehingen. Die Höhe des Beschaffungsbetrags relativiere sich durch die vielfältige Nutzung in dieser langen Zeit. Bei der Planung als erstem Schritt des Orgelbaus kommt erst einmal der zuständige Orgelsachverständige ins Spiel. Das ist für Allmendingen der Ehinger Kirchenmusikdirektor Volker Linz.

Seit 1993 ist er Dekanatskirchenmusiker und Bischöflicher Orgelsachverständiger für das Bistum Rottenburg-Stuttgart. Ihm obliegt die Beratung zu beabsichtigten Orgelbaumaßnahmen, die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses als Grundlage einer Ausschreibung oder Angebotseinholung, die Beratung bei der Auswahl geeigneter Orgelbaufirmen.

Dass die bisherige Orgel nichts mehr taugt, hat Volker Linz bei der Begutachtung ihres Zustands festgestellt. Beim geplantem Neubau einer Orgel hat der Orgelsachverständige nach Besichtigung der örtlichen Verhältnisse einen Vorschlag auszuarbeiten, in dem Größe, Disposition und Werkaufstellung angegeben ist. Dieser Vorschlag ist dem Bischöflichen Ordinariat für das dort stattfindende Grundsatzgespräch vorzulegen. Nach Aussage von Hubert Vogel hat Volker Linz den Standort der bisherigen Orgel an der Rückwand der Kirche aus akustischen Gründen für ein neues Instrument ausgeschlossen. Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz sind laut Vogel mit dem Denkmalamt abzuklären.

Nicht nur der Allmendinger Orgelförderkreis freute sich am Sonntag über das optimale Festwetter, sondern auch Schirmherr Ernst Conrad Rudolf Freiherr von Freyberg-Eisenberg zu Allmendingen. Die ganze Familie von Freyberg zeigte durch ihre Anwesenheit ihr Interesse am Gelingen des Vorhabens.

Bei der Veteranenkapelle des Musikvereins Harmonia spielte Brigitte Schäfer, die Schriftführerin des Orgelförderkreises als Flügelhornistin mit. Kaum war der Gottesdienst mit Orgelkollekte in der Kirche zu Ende, füllte sich der Festplatz mit hungrigen und durstigen Gästen. Als Eierfrau brachte Pfarrer Martin Jochen Wittschorek Geld in die Spendenkasse.

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