Junge Union erkundet Allmendingens Wasserversorgung

Lesedauer: 3 Min
Gerhard Geprägs (r.) erklärte die Wasserversorgung.
Gerhard Geprägs (r.) erklärte die Wasserversorgung. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Elf Mitglieder der Jungen Union Allmendingen haben sich am Samstag im Allmendinger Pumpwerk über die Wasserversorgung der Gemeinde und ihrer Teilorte kundig gemacht. Wassermeister Gerhard Geprägs erläuterte die Anlage und die Wasserförderung.

Den Blick für alltägliche Dinge zu schärfen nannte JU-Vorsitzender Patrick Mang als Anlass für die Erkundung der Allmendinger Wasserversorgungsanlagen. Der Information im Pumpwerk am Weg „Beim Weiher“ schloss sich die Besichtigung des Hochbehälters Aschen an.

„Das von uns gelieferte Trinkwasser ist besser als handelsübliches Tafelwasser“, kommentierte Gerhard Geprägs das Ergebnis der vierteljährlichen Prüfungen des bei Allmendingen zwischen der Schmiech und der Katzensteige aus drei 136 Meter tiefen Brunnen geförderten Wassers. Das Allmendinger Wasser wird weder gereinigt noch gechlort. Es enthält Kalk und ist dem Härtegrad 3 zugeordnet. „Mit kalkhaltigem Wasser aufgebrühter Kaffee schmeckt besser“, ist Geprägs überzeugt. Kohlensaurer Kalk verleihe dem Kaffee den Geschmack.

In zwei Gebäuden ist die Allmendinger Wasserförderungsanlage untergebracht. Aus einem wird das Wasser zum Hochbehälter und zum Wasserturm bei Ennahofen auf den Lutherischen Bergen gepumpt, aus dem anderen zu den Hochbehältern Hochsträß und Aschen weitergeleitet. Vor der vor 44 Jahren erfolgten Eingemeindung nach Allmendingen wurden die Orte der Lutherischen Berge aus der Schwarzweiherquelle bei Hütten über eine Pumpstation in Talsteußlingen mit Wasser versorgt.

„Von Montag bis Dienstag brauche ich mehr Wasser als an den anderen Tagen“, sagt Gerhard Geprägs in der Schaltzentrale der Wasserversorgung „Lutherische Berge“ und begründet dies mit dem traditionellen Waschtag nach dem Wochenende.

Zwei Pumpen mit einer Leistung von jeweils 37 Kilowatt drücken das Wasser auf die Albhochfläche. Weniger leistungsfähige Pumpen genügen für die laufende Befüllung der Reservoirs der Hochsträßgruppe. Diese versorgt den Ort Allmendingen und seine Hochsträßteilorte sowie die Gemeinde Altheim. „Nach 30 Jahren musste erstmals eine Pumpe ausgetauscht werden“ beantwortet Geprägs die Frage nach der Haltbarkeit der Technik.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen