Geldübergabe in Allmendingen: Polizei sucht falschen Kriminaloberkommissar

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 Wieder haben sich Verbrecher als Polizisten ausgegeben.
Wieder haben sich Verbrecher als Polizisten ausgegeben. (Foto: Martin Gerten/dpa)
Schwäbische Zeitung

Im Raum Albstadt/Zollernalbkreis wie auch im Alb-Donau-Kreis häufen sich aktuell wieder Anrufe falscher Polizeibeamter (die SZ berichtete mehrfach). Am vergangenen Freitag meldete sich ein angeblicher Kriminaloberkommissar Martin Stein bei einer Frau. Ihm gelang es, die Frau zur Übergabe einer hohen Bargeldsumme in Allmendingen zu veranlassen.

Der angebliche Polizeibeamte meldete sich zunächst bei dem späteren Opfer und gab vor, dass sie bald Opfer eines Raubdelikts werden wird. Seine Informationen hatte er angeblich aus dem Notizbuch eines zuvor festgenommenen Einbrechers. Der falsche Polizist riet der Frau dringend, ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Er konnte sein Opfer dazu überreden, Geld und Wertsachen zusammen zu packen und damit Richtung Ulm zu fahren. Die Betrogene wurde per Telefon letztendlich nach Allmendingen gelotst, wo ein Mittäter des Anrufers gegen 15 Uhr wartete, um die wertvolle Tasche in Empfang zu nehmen. Übergabeort war die Straße „Grieß“ im Allmendinger Norden. Der Abholer kam aus Richtung der Hauptstraße und entfernte sich nach Übernahme der Tasche auch wieder in diese Richtung. Er wird wie folgt beschrieben: 1,70 bis 1,75 Meter groß, 30 bis 40 Jahre alt, kräftige Statur, gebückte Haltung. Der Mann war dunkel gekleidet und trug eine dunkle Mütze.

Die Zentrale Ermittlungsgruppe Straftaten zum Nachteil älterer Menschen der Kriminalpolizei Rottweil ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Insbesondere werden dringend mögliche Zeugen der Geldübergabe in Allmendingen gesucht. Wer dort am vergangenen Freitag (Allerheiligen) zur beschriebenen Tatzeit verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich umgehend mit der Dienststelle (Telefon 0741/4770) oder dem nächst gelegenen Polizeirevier in Verbindung zu setzen.

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