Ganztagsangebot wird gut angenommen

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„Fit am PC“: Die Grundschüler können sich am Mittag mit dem Computer vertraut machen.
„Fit am PC“: Die Grundschüler können sich am Mittag mit dem Computer vertraut machen. (Foto: SZ- dtp)
Schwäbische Zeitung

Das Ganztagsangebot für die Klassen eins bis neun an der Allmendinger Schule wird gut angenommen. Für die Schüler der Gemeinschaftsschule sind, im Gegensatz zu denen der Werkrealschulklassen, ohnehin drei Nachmittage verpflichtend. Damit auch für Eltern von Grundschülern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist, bringt sich die Gemeinde Allmendingen ein, die seit diesem Schuljahr eine Betreuung am späten Nachmittag organisiert. Eine Elterninitiative hatte sich für das erweiterte Angebot eingesetzt.

Allerdings sei die Resonanz nicht so groß, erklärt Susanne Schelkle, Leiterin der Grundschule, mit Blick auf die Spätbetreuung. Aktuell würden drei Schüler das Angebot ab 15.30 Uhr nutzen, eigentlich liege die Mindestgröße für die Gruppe bei sechs Schülern. Man habe zum zweiten Halbjahr noch einmal für das Angebot geworben, trotzdem seien nicht mehr Schüler hinzugekommen, erklärt Jürgen Haas, Leiter der Gemeinschaftsschule. „Das wächst bestimmt“, zeigt sich Schelkle optimistisch.

In der Spätbetreuung am Montag und Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr können die Kinder basteln und spielen. „Die Kinder kommen ja teilweise von der Kita, zum Beispiel vom Kinderhaus Don Bosco – da sind die Eltern gewohnt, dass es Betreuungsangebote von Montag bis Freitag gibt“, sagt Jürgen Haas. „Die Eltern freuen sich über das Angebot der Spätbetreuung“, erklärt Susanne Schelkle. Die Spätbetreuung ist kostenpflichtig. Die Kosten für die Nutzung der Verlässlichen Grundschule betragen laut Homepage der Gemeinde bei bis zu drei Teilnahmen pro Woche neun Euro monatlich. Ein Einstieg ist auch während des Schuljahrs möglich.

Drei verpflichtende Nachmittage

Von Montag bis Donnerstag gibt es ab 12.30 Uhr ganz verschiedene Ganztagsangebote für die Allmendinger Schüler. „Allerhand aus Wolle und Papier“, heißt ein Angebot, „Geschichten hören, basteln, spielen“, ein anderes, außerdem gibt es einen Theater-Kurs. Im Kurs „Fit am PC“ lernen Zweit- bis Viertklässler die ersten Schritte am Computer, arbeiten mit dem Zeichenprogramm und erstellen etwa eine Karte. „In der Grundschule besucht mindestens die Hälfte der Schüler irgendein Angebot in der Schule und bleibt mittags zum essen“, sagt Schelkle. Für die 50 Fünft- und Sechstklässler gibt es neben der Hausaufgabenbetreuung etwa die Kunst AG und ein Angebot mit dem Namen „Der Natur auf der Spur“. Für die Gemeinschaftsschule habe man sich für drei statt vier verpflichtende Nachmittage entschieden, erklärt Haas. Auf dem Land sei der Bedarf anders als in einer Stadt, fügt er an. Die Schüler könnten so unter der Woche auch noch draußen spielen und in die Vereine gehen. Unter den Angeboten gibt es auch zwei Kooperationen: Alexander Klink von der Musikschule Ehingen bietet „Flöten in Gruppen“ gegen einen Unkostenbeitrag an. Merlin Opitz von den Steeples trainiert mit den Schülern Basketball in der Turnhalle. Die Schule möchte außerdem noch eine musikalische Früherziehung für die Klassen eins und zwei in Zusammenarbeit mit der Musikschule anbieten. „Da müssen wir aber noch einen Sponsor suchen“, erklärt Haas.

Wichtige Jugendbegleiter

Ansonsten werden die Kurse je zur Hälfte von Lehrern und Jugendbegleitern geleitet. Die Jugendbegleiter werden über die Jugendstiftung finanziert, pro Klasse gibt es dabei eine bestimmte Anzahl von Stunden. Unter ihnen ist etwa Angelika Huber, die sich bereits seit mehr als zehn Jahren an der Schule als Jugendbegleiterin engagiert, seit dem Jahr 2000 darüber hinaus für die Verlässliche Grundschule.

50 Essen am Tag

Natürlich gibt es in der Schule auch eine Mensa, wo die Schüler essen können. „Es werden durchschnittlich 40 bis 50 Essen am Tag bestellt“, sagt Susanne Schelkle. Das Essen wird vom Gasthaus zum Lamm in Blaubeuren/Asch geliefert. Drei Menüs stehen zu Auswahl, Gisela Flohr gibt das Essen seit elf Jahren aus. Auch ein Schülercafé kann am Nachmittag genutzt werden. „Hier können sich die Schüler aufhalten, spielen, Musik hören und am Computer arbeiten“, erklärt Jürgen Haas. „Und die Bücherei ist auch offen.“

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