Frauenbund Allmendingen feiert Fasnet

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Die Programmpunkte im 44. Jahr der Frauenbundfasnet in Allmendingen sorgten für fröhliche Stimmung.
Die Programmpunkte im 44. Jahr der Frauenbundfasnet in Allmendingen sorgten für fröhliche Stimmung. (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Schwäbische Zeitung
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Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des katholischen Frauenbunds Allmendingen haben die Programmmacherinnen des Fasnetsballs in den Fundus gegriffen und Klassiker auf die Bühne gebracht. So ging es nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Veronika Balzer um das Prachtstück der schwäbischen Backkunst, den Hefezopf. Martha Gleichmann berichtete über die notwendigen guten Zutaten und die Liebe, die die schwäbische Hausfrau beim Kneten entwickelt.

„De frieher Mode“ nahmen Emmi Humbert und Irmgard Staufer unter die Lupe. Die eine züchtig wie früher gekleidet, die andere modern freizügig. Dabei warfen sich die beiden in dem Sketch manchen derben Vorwurf an den Kopf. Die beiden spielten auch beim Sketch über einen Wochenmarktbesuch zusammen.

Fortschritte bei Emanzipation

Marlene Wolf behandelte in ihrem Soloauftritt die für ihre Mutter noch nicht erreichte Emanzipation. Der Kehrreim lautete: „Des ghört doch laut en d’Welt naus gschriea, mir sand ond bleibet domme Küha.“ Heutzutage sei das viel besser: „Mir hand a Geld en dr Tasch, so macht des Fraualeba Spaß.“ Ihr Ehemann Siegfried Wolf brachte sich anschließend als Sänger ins Programm ein. Er besang ein modernes Küchengerät und die Damen im Publikum stimmten als Chor ein. Zum Abschluss trat Wolf noch einmal als Udo Lindenberg auf, der dem Frauenbund Allmendingen zum 100. Geburtstag gratulierte.

1918 war der katholische Frauenbund in Allmendingen gegründet worden. In der Zeit der Nationalsozialisten hörte die Vereinigung auf. Erst 1973 lebte der Frauenbund im Ort wieder auf und startete 1974 den ersten Frauenbundsfasnetsball, inzwischen seit etwa 30 Jahren im Pfarrer-Sailer-Haus stattfindet. Nur vergangenes Jahr wurde wegen der Sanierung auf das Sportheim ausgewichen.

Im Fundus der Frauenbundsfasnet fand Siggi Leichtle dann auch den Sketch mit dem Titel „Die schwäbische Flagge“. Gemeint sind damit die sich im Laufe der Jahrzehnte wandelnden Unterhosengrößen, die an der Wäscheleine baumeln. Moral der Geschichte: Die schwäbische Hausfrau stellt auf Wäschetrockner um, um nicht mehr „Flagge“ vor den Nachbarn bekennen zu müssen.

Moderatorin Balzer brachte sich beim Sketch „Schwaben im Paradies“ zusammen mit Marianne Stiehle ins Programm ein. Für Unterhaltungsmusik in den Programmpausen sorgte Ernst Gungl.

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