Emanuel Sontheimer stellt sich jungen Leuten vor

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Zum Schluss setzte sich der Bürgermeisterkandidat (r.) zu den Gästen – die Unterhaltungen wurden fortgesetzt.
Zum Schluss setzte sich der Bürgermeisterkandidat (r.) zu den Gästen – die Unterhaltungen wurden fortgesetzt. (Foto: SZ- dtp)
Dominik Prandl

Viele Jugendliche und Junggebliebene sind am Freitagabend in Schmidt’s Bistro nach Allmendingen gekommen. Bürgermeisterkandidat Emanuel Sontheimer hatte zu einem Informationsabend eingeladen und hatte sich vorgenommen, explizit Themen anzusprechen, die für Jugendliche und Junggebliebene interessant sind.

Der 28-Jährige gab als erstes Informationen zu seiner Person und erzählte von seinen Ausbildungs- und Berufsstationen. Derzeit leitet Sontheimer den Fachdienst Flüchtlinge und Integration im Landratsamt Alb-Donau-Kreis. „Wenn ich die Wahl gewinne, zieht meine Freundin von Ulm nach Allmendingen“, erklärte er. „Ich möchte mich weiter in Allmendingen integrieren und ansprechbar sein.“

Dann erklärte Sontheimer, was seine Ziele sind, im Anschluss entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch. Ihm sei es wichtig gewesen, das Wahlprogramm gemeinsam mit den Allmendingern zu gestalten, betonte der Bürgermeisterkandidat. Großes Interesse habe er bei seinen Hausbesuchen gespürt, ein großes Thema, das die Menschen bewegt, sei das Waldfreibad. Es war auch das Thema, zu dem am Abend in Schmidt’s Bistro die meisten Fragen gestellt wurden, beispielsweise: Welche konkreten Vorstellungen haben Sie zum Waldfreibad? Wären Solaranlagen zum Heizen eine Option? Und wird die Gemeinde in das Bad investieren?

Zuerst müsse geprüft werden: Was gibt es für Möglichkeiten und was kostet es, erklärte Sontheimer. Infrage kämen eine Komplett-, eine Teilsanierung oder eine Umnutzung in ein Naturbad. Er möchte die Allmendinger bei einem Bürgerentscheid darüber abstimmen lassen, erklärte Sontheimer. Die Zuhörer betonten, dass das Waldfreibad kein Freizeitbad wie etwa in Ehingen werden solle, man müsse es nur etwas „aufpeppeln“. Die Trittsteine seien nicht mehr zeitgemäß und im Kinderbecken rutsche man schnell aus.

Schließung des Waldfreibads ist keine Option

„Eine Komplettsanierung auf einmal wird finanziell sehr schwierig sein“, sagte Sontheimer. „Eine Schließung ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Fall keine Option.“ Der Bürgermeisterkandidat betonte aber auch: „Ich muss zusammen mit dem Gemeinderat entscheiden, ich kann es nicht allein machen.“ Um die Gemeinde zu entlasten, würde er gerne einen Förderverein ins Leben rufen, erklärte er. Auch Firmen hätten Interesse zu investieren.

Das Thema Wohnen sprach Sontheimer ebenfalls an: Es sei wichtig, genügend Bauplätze in der Gemeinde, aber auch in den Ortsteilen anbieten zu können, damit etwa die Grundschule in Weilersteußlingen erhalten bleibt. Bauplätze sollen, wie vom Gemeinderat kürzlich beschlossen, südlich des Rewe-Supermarkts und des Schützenvereins entstehen, doch auch die fünf Hektar freie Grünfläche im Kernort wolle er in Angriff nehmen, versprach der 28-Jährige.

Für die Allmendinger Schüler wünscht er sich Unterstützung durch Schulsozialarbeit und möchte eine Halbtagsstelle auf den Weg bringen. Das Jugendhaus solle an der Schule angesiedelt werden, damit eine Verknüpfung mit der Schulsozialarbeit möglich sei. Beim schnellen Internet möchte er die Ortsteile auf den gleichen Stand bringen wie den Hauptort, betonte Sontheimer.

Was er tun würde, um die Ortsmitte zu beleben? Den Radweg würde er durch die Ortsmitte leiten, sagte Sontheimer. So wäre es möglich, dass sich hier ein Café oder eine Eisdiele etabliert. „Das würde bestimmt angenommen.“

Alter ist kein Maßstab

Es war ein lebendiges und offenes Gespräch, das sich in Schmidt’s Bistro entwickelte – und unterhaltsam war es auch, etwa als Sontheimer in 60 Sekunden erklären sollte, warum ihn junge Leute wählen sollten. „Ich bin ein junger dynamischer Kandidat, mit der beruflichen Qualifikation, um das Amt des Bürgermeisters auszuführen“, begann der 28-Jährige. Schon vorher hatte er erklärt, dass das Alter nicht entscheidend sei, sondern die Visionen und Ideen, die man habe. Er versicherte, er werde im Gemeinderat das Rückgrat haben, zu dem zu stehen, was er macht.

Sontheimer betonte zudem noch einmal, was schon den ganzen Abend über im Gespräch erkennbar war: Er wolle die Allmendinger „miteinbeziehen, um die Gemeinde zukunftsfähig zu machen“.

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