Ecuador-Hilfe blickt auf nächste Aktionen

Lesedauer: 4 Min
Die Ecuador-Hilfe zog in Allmendingen Bilanz.
Die Ecuador-Hilfe zog in Allmendingen Bilanz. (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Die Ecuador-Hilfe hat Bilanz über ihre Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten gezogen und nächste Termine für den guten Zweck angekündigt. Mitglieder und Interessierte trafen sich dazu in Allmendingen. Die Besucher im Pfarrer-Sailer-Haus erfuhren, dass die Ecuador-Hilfe am Samstag, 1. Dezember, beim Nikolausmarkt in Schelklingen mit einem Verkaufsstand dabei sein wird. Selbstgestrickte Socken von der Schelklingerin Anneliese Heuschmid und Holzarbeiten aus Ecuador wurden im Pfarrer-Sailer-Haus auch verkauft. Beim Nikolausmarkt kommt noch Weihnachtsgebäck dazu.

Außerdem lädt die Ecuador-Hilfe für Anfang Februar nach Frickenhausen zu einem A-cappella-Abend ein, weil auch dort Unterstützer der Projekte in dem südamerikanischen Land leben. Zurück geht die Hilfe auf den inzwischen verstorbenen Pater Lothar Zagst, der 1986 nach Ecuador gegangen war und dort 30 Jahre lang gewirkt hatte. Verwandte und Bekannte führen die Sammlung von Geldern auf ganz unterschiedliche Weise zugunsten der Hermano-Miguel-Fundacion fort. Der Sprecher der hiesigen Gruppe ist Rudi Zagst aus Ulm. Die Kasse führt Alexandra Heuschmid, und Monika Zagst kümmert sich um die Schriftführung. Zu den Projekten in El Laurel in Ecuador gehören unter anderem ein Waisenhaus, eine Schule, Stipendien und eine Reismühle. Die Lage habe sich seit dem vergangenen Jahr erheblich verschlechtert, teilte Rudi Zagst im Pfarrer-Sailer-Haus mit. Der Reispreis sei gefallen. Die Reismühle musste zwei Mitarbeiter entlassen. 95 der 200 Schüler seien auf Schulgeldhilfe angewiesen. Geld sei vom Konto überwiesen worden. „Sie leben von der Hand in den Mund“, sagte Rudi Zagst. Das habe ihm die Schweizer Leiterin Mirjam Rast mitgeteilt, die zu Zeiten von Lothar Zagst dessen rechte Hand war und vor einem Jahr in der katholischen Kirche in Allmendingen zu Gast war, als nach dem Tod des Paters der Erhalt der hiesigen Ecuador-Hilfe bekanntgegeben wurde.

In den vergangenen zwölf Monaten gab es unter anderem das Familientreffen in Allmendingen, einen Verkaufsstand beim Schelklinger Kirchenpatrozinium und beim Nikolausmarkt sowie eine Sternsingeraktion. Außerdem gab es Aktionen im Raum Nürtingen. Wie Anneliese Heuschmid mitteilte, werde vorerst bis 2020 die Hälfte des Schelklinger Sternsingererlöses für Ecuador gegeben.

Viele Venezolaner seien nach Ecuador geflüchtet, sagte Rudi Zagst im Pfarrer-Sailer-Haus. Erst vor wenigen Wochen stellte er die Hilfsinitiative auch in Ulm in den Kirchen Maria Suso und St. Klara vor.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen