Besuch aus der Partnergemeinde Querqueville

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Schwäbische Zeitung

Eine fünfköpfige Delegation aus Querqueville, angeführt vom dortigen Bürgermeister Jean-Michel Maghe und dem Jumelage-Vorsitzenden Michel Madec und seiner Frau ist am vergangenen Freitag zu einem Besuch ihrer schwäbischen Partnerstadt Allmendingen eingetroffen. Ein kleines Empfangskomitee um Bürgermeister Florian Teichmann empfing die französischen Gäste auf dem Rathausplatz unter dem Maibaum, auf dem schon seit vielen Jahren das Wappen der Partnerstadt neben dem Allmendinger Wappen angebracht ist. Daneben flatterte die Tricolore und im Treppenhaus des Rathauses hing eine große Europa-Fahne.

Der Wochenendbesuch sollte der Pflege der Partnerschaft dienen, aber auch eine Arbeitssitzung stand auf dem Programm mit dem Ziel, Ideen und Wege zu finden, um die seit 38 Jahren bestehende Freundschaft immer wieder zu beleben und auf breite Akzeptanz in der Gemeinde zu stellen.

Am Samstagvormittag wurde das Zementwerk von Schwenk besucht. Werkleiter Jürgen Thormann begrüßte die Gäste und ihre Partner in der neuen Kantine und führte mit einer Präsentation in die Geschichte des traditionsreichen Allmendinger Werkes und in den Prozess der Zementherstellung ein. Er erläuterte auch die zahlreichen Maßnahmen der Firma in puncto Ökologie, Energie und Renaturierung. Danach wurden Helme, Schutzbrillen und Warnwesten verteilt und es folgte ein Gang durch die riesige Anlage. Besondere Beachtung fanden der rund 100 Meter lange Drehofen, die mächtigen Silo- und Trocknungsanlagen und vor allem das moderne Steuerungszentrum mit gut 100 Kontrollschirmen, auf denen ständig Bilder und Daten aus den sensiblen Bereichen des gesamten Produktionsprozesses übermittelt werden.

Am Nachmittag wurde mit der Firma Burgmaier ein weiteres erfolgreiches Allmendinger Unternehmen den Gästen gezeigt. Beeindruckend war für die Gäste die Präzision, mit der Werkstücke vor allem für die Automobilbranche hergestellt werden. Ein besonderes Highlight war die Demonstration eines 3D-Druckers, der im additiven Verfahren Werkstücke aus Metall herstellen kann. Von großem Vorteil für die Firma Burgmaier ist hierbei, dass sie für die erforderliche Nacharbeitung bereits ein hohes Know-how besitzt.

Nach der Arbeitssitzung im Bürgerhaus wurde es am Abend schließlich gemütlich. Der Liederkranz begrüßte die Gäste mit ein paar schwungvollen Melodien. Zur Unterhaltung während des Essens spielte Walter Bärsauter mit dem Akkordeon. Er verstand es, zusammen mit seinem Partner am Kontrabass, Günther Ottenbreit, für Stimmung zu sorgen. Bekannte deutsche und französische Melodien wurden gemeinsam gesungen. Michel Madec outete sich hierbei als begabter Solist.

Trotz kurzer Nachtruhe traf man sich bereits am Sonntagmorgen zur Besichtigung der Sportanlagen an der Marienstraße und beim Stadion. Von Interesse für die Gäste war die neue Soccer-Anlage in der Nähe der Schule. Reich versorgt mit interessanten Eindrücken und Begegnungen traten die französischen Gäste am frühen Montagmorgen ihre Heimreise an die rund 1100 Kilometer entfernte Kanalküste an.

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