Besonderes Kirchenkonzert in Allmendingen

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Reiner Mäder führte beim Kirchenkonzert die Hauptkapelle.
Reiner Mäder führte beim Kirchenkonzert die Hauptkapelle. (Foto: SZ- Somm)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Zugunsten der Orgel hat der Musikverein Harmonia mit seinen drei Kapellen in der Kirche in Allmendingen aufgespielt. Gut besucht war das traditionelle Kirchenkonzert im Advent mit anschließendem Umtrunk auf dem Vorplatz, wo auch Weihnachtssterne aus Holz für den guten Zweck am Stand des Kirchengemeinderates verkauft wurden.

Andrea Mang dirigierte die Jüngsten im Vororchester. Sie trugen die Stücke „Möchtest du einen Schneemann bauen“ und „Dona Nobis Pacem“ vor. Dominik Rewitz lenkte die Musikanten des Jugendgemeinschaftsorchesters und zeigte damit auf, dass es viele Könner in der Nachwuchskapelle gibt. Die Jugend spielte „Generations Fanfare“ und „O du Fröhliche“ und heimste für den lieblichen Vortrag und sicher auch Rewitz‘ eingängiges Dirigat, in dem der junge Orchesterleiter mit der Kapelle zu verschmelzen schien, anhaltenden Applaus.

Dann kam Pfarrer Martin Jochen Wittschoreks erbetener Einsatz für einen kurzen Vortrag, der vermutliche lange in Erinnerung bleiben wird. Diesmal wählte er das Schwarze-Humor-Stück „Adventsgedicht“ von Loriot. In dieser bekannten Geschichte geht es um die Försterin, die am Nikolausabend den Förster umgebracht hat, ihn zerteilt und in Geschenkpapier dem Knecht Ruprecht mitgibt. Applaus wollte sich erst nicht einstellen, bis ein Einzelner doch anfing. Zu Beginn seiner Amtszeit wählte der Pfarrer Bibelstellen für diesen Anlass. Inzwischen wolle er Lustigeres vortragen, sagte er unserer Zeitung, räumte aber ein, dass schwarzer Humor in England vielleicht besser verstanden würde.

Festliche und geschmackvolle Titel mit mehreren Soloauftritten brachte die Hauptkapelle mit Dirigent Reiner Mäder zum Kirchenkonzert mit. Als Solosängerin trat Andrea Schoch mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen auf.

Vorausgegangen waren die gelungenen Stücke „Glory Fanfare“, „New Baroque Suite“ und „Gabriels Oboe“. Dem folgte die kleine schöne Adventsfantasie mit „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ und „Macht hoch die Tür“ mit ein paar ungewollten Zwischentönen. Die Gemeinde stimmte zum abschließenden „Macht hoch die Tür“ ein.

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