Allmendinger Kleintierzüchter zeigen über 700 Tiere

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 Katharina Ihle (links) erklärte den Kindern, dass sie ihre Tiere daheim im Haus, im Garten und im Teich hält.
Katharina Ihle (links) erklärte den Kindern, dass sie ihre Tiere daheim im Haus, im Garten und im Teich hält. (Foto: SZ- kö)

In eine wunderschöne Landschaft haben in drei Tagen die Allmendinger Kleintierzüchter die örtliche Halle verwandelt, schließlich sollten sich wieder alle ausgestellten Tiere in idyllischen Gehegen wohlfühlen. Lautes Geschnatter, Krähen, Gackern und Scharren aus allen Ecken hat bewiesen: Es ist den rund 60 Helfern der Kleintierzüchter gelungen.

Richtige Schönheiten waren unter den 180 Hasen und 530 Stück Federvieh sowie Reptilien – auch Tiere, die man nicht oft zu sehen bekommt wie den Uhu und den Waldkauz von Bernd Ott. Die hübschen Ziergänse, die sich um einen kleinen Teich versammelt hatten, gehören ebenfalls ihm. „Es sind Rostgänse, Streifengänse und Kanadagänse“, erklärte Willi Knab, Vorsitzender des Kleintierzüchtervereins Allmendingen. Prächtige Fasanen wie der Silberfasan zeigten in einer Voliere stolz ihr Gefieder. Ein Pärchen Hawaiigänse schnatterte munter miteinander.

Pommerngänse sind Hingucker

Der ganze Stolz der Allmendinger Kleintierzüchter sind die weiß-schwarz gescheckten Pommerngänse, aber auch sie sind Schlachtvieh. Wie bei den Enten wird ein männliches Tier und einige weibliche Tiere behalten, der Rest kommt auf den Tisch, berichtete Willi Knab.

In einer kleinen Teichlandschaft schwammen Goldfische und Wasserschildkröten, das Krokodil dagegen war bloß eine Attrappe. Dornschildkröten aus Neu-Ulm lagen bräsig unter Rotlicht und genossen die Wärme, kupferrote Puten kollerten daneben um die Wette. Bildhübsch waren auch die Blumenhühner. „Aber das ist keine in Deutschland zugelassene Rasse“, erklärte Knab. Eine Attraktion für Kinder waren die vor wenigen Tagen geschlüpften Küken, sie bekamen gerade Federn und ließen sich von Franz und Mina gerne streicheln. Später sollten sie wie normale Hühner gemästet werden, sagte Knab. An manchen Käfigen hingen Rosetten und das bedeutete: Ihre Tiere sind von einer Jury prämiert worden, so auch die Zwergenten von Katharina Ihle. Sie hat von allen Allmendinger Züchtern die meisten Preise eingeheimst, daheim im Haus, im Garten und im Teich hält sie ihre Tiere, erzählte Katharina den Kindern.

Auch Exoten sind dabei

Hübsche weiße Hauben tragen die holländischen Zwerghühner, rund und gepflegt sind die der Hennen, etwas zerrupft die der Hähne. Überhaupt waren Hühner in allen Größen zu bewundern, von wahren Riesen bis zu ganz kleinen. Bei den großen Hühnern standen die Legeleistung und das Gewicht und Farbe der Eier dabei. Die Meerschweinchen haben ein richtiges kleines Dorf bekommen und hielten sich aber gut darin versteckt. Zum Streicheln geeignet waren da eher die beiden Esel aus Volkersheim oder die bildschönen Ziegen aus Gundershofen.

In der Garage waren die Terrarien untergebracht. Eine riesige Spinne sorgte für leichtes Gruseln, ist aber sicher hinter Glas. Bartagame, ein Chamäleon, Geckos, Echsen vermittelten einen Hauch von Exotik. Eine Königspython hatte sich um eine Lampe gewickelt, die andere war total ineinander verknotet. Ein echter Hingucker war eine gelb gescheckte Boa Sunglow und eine Madagaskar-Boa. Die winzigen Schildkrötenbabys waren erst ein paar Wochen alt, ihr Panzer soll noch ganz weich sein, sagte Knab. Er hoffte auf 1500 bis 1700 Besucher, damit sich der große Aufwand auch gelohnt hat.

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