Allmendingen feiert Musikvereinsjubiläum

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SONY DSC (Foto: sz- Kurt Efinger)
Schwäbische Zeitung
Kurt Efinger

Die Feier zum 120-jährigen Bestehens des Musikvereins, das zweite Kreiselmusikfest und die Einweihung des Festplatzes waren dreifacher Anlass für viele Allmendinger Bürger, sich am Sonntagvormittag trotz des starken Regens zum Gottesdienst im ersten Zelt am Platz einzufinden. Pfarrer Wittschorek interpretierte die in Lukas 7,11 - 17 beschriebene Erweckung als persönlichen Appell an jeden, sich zum Erheben zu bewegen.

Die Musikkapelle umrahmte unter der Leitung von Alwin Bühner den Gottesdienst. Am Ende segnete Pfarrer Martin Jochen Wittschorek, assistiert von Bürgermeister Robert Rewitz, den kurz vor dem zweiten Kreiselmusikfest fertiggestellten Festplatz mit Weihwasser.

„Stetiger Einsatz und nachhaltiges Tun haben den Musikverein zu dem gemacht, was er heute darstellt“, sagte Bürgermeister Robert Rewitz in seiner Ansprache nach der religiösen Feier. Dem aktiven und jungen Verein sehe man die 120 Jahre nicht an. Jugendarbeit werde bei der Musik groß geschrieben. Als einer der größeren Vereine sei der Musikverein aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Zur Teilnahme am Marschmusikwettbewerb beim Kreismusikfest in Munderkingen wünschte der Bürgermeister viel Erfolg

Mit dem Musikvereinsvorsitzenden, Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Joachim Keller habe er überlegt, wie die Schaffung eines Festplatzes zwischen Schule und Vereinsheimen zu bewältigen sei, sagte der Bürgermeister. Keller habe gefordert, der Platz müsse am 3. Juni fertig sein. Am Ende seien alle Skeptiker von der Effizienz des hiesigen Verwaltungshandelns überzeugt.Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und bürgerschaftlichem Engagement habe sich bewährt.

Die von den Vereinen gewünschte Pflasterung des Platzes hätten diese selbst besorgt. Als Mitplaner, Motor, Organisator, Staplerfahrer, Entscheider, Koordinator und Kehrer habe sich der Musikvereinsvorsitzende Joachim Keller selbst eingebracht.

Ein großer Wunsch sei mit dem Festplatz in Erfüllung gegangen,um hier große Feste zu feiern, sich mit Freunden zu treffen, gesellig zu sein und Spaß zu haben, sagte Joachim Keller. Er dankte der Gemeinde, in Zeiten leerer Kassen zur Verwirklichung des Projektes einen festen Betrag eingesetzt zu haben. Es sei eine beachtliche Leistung, in kurzer Zeit 1800 Quadratmeter von Hand zu legen, würdigte Keller die Arbeit der Mitglieder von Zigeunergruppe und Musikverein.

Ein Menschenkickerturnier hat der Musikverein am Samstagnachmittag veranstaltet. Eingeladen waren Nachbarn, Freunde, die Mitglieder der Vereine, Cliquen, Stammtischgruppen und andere Zusammenschlüsse.

19 Mannschaften mit je sechs Spielern und fantasievollen Namen beteiligten sich an der Spaßveranstaltung im Strohballen-Rechteck. Um auch möglichst viele Zuschauer dabei zu haben, hatte der Musikverein für die größte anwesende Fangruppe eine Belohnung ausgeschrieben. Der Spaßfaktor stand im Vordergrund des Geschehens. Jeder Mannschaft musste mindestens ein weibliches Mitglied angehören. Mehrere Teams schafften die Bedingung mühelos. Bei einigen waren die Männer in der Minderheit. Die ersten drei Mannschaften wurden mit Geldpreisen honoriert. Die Kessler setzten sich nach vielen Vor- und Zwischenrundenspielen als Sieger an die erste Stelle, gefolgt von den Schdraubuschl-Kickern und der Siedlungsgang.

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