Überall gackert, schnattert und kräht es

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Lautes Gänse- und Entengeschnatter, gackernde Hühner und krähende Hähne haben am Wochenende die Besucher in der Festhalle in Allmendingen begrüßt. Die Allmendinger Kleintierzüchter präsentierten 600 Tiere in idyllisch hergerichteten Gehegen und in ihren Käfigen.

290 Mal vertreten war das Geflügel, 180 Kaninchen, Schlangen, Eidechsen, Chamäleons, Bartagame, Schildkröten, Schafe, Esel und Vogelspinnen hatten die Kleintierzüchter in die mit 80 Tannenbäumen und unzähligen Primeln und Tulpen geschmückte Halle gebracht. „Zwei Tage haben wir alles aufgebaut“, sagte der Vorsitzende Willi Knab. Zwei große Schildkröten hatten es der kleinen Sanja angetan, vorsichtig streichelte sie den Panzer. Die Schildkröten mögen es warm, eine hatte es sich unter der Rotlichtlampe gemütlich gemacht, die andere wanderte rastlos hin und her.

Den Wanderpokal für die schönste Voliere bekam Bernd Lott mit seinen Ziergänsen, die sich in ihrem kleinen neuen Reich sichtlich wohlfühlten. Prächtig anzusehen der Goldfasan mit seiner riesigen Schwanzfeder, sein Weibchen hielt sich bescheiden und unscheinbar im Hintergrund. Schönheiten waren auch nebenan der Jagdfasan und der Silberfasan. Zwei Wochen alt waren die Küken, um die sich die Kinder ebenso scharten wie um die Hasenbabys der Rasse Wiener Grau, „die haben noch nicht lange die Augen offen“, sagte Knab den Kindern.

Hühner in allen Größen waren vertreten, die größten, die wegen ihres hohen Fleischanteils gezüchtet werden, sind das Deutsche Lachshuhn, das anders als seine Artgenossen fünf Zehen hat. In farbig unterschieden sich die Geschlechter stark, in weiß sehen sie sich Hahn und Henne sehr ähnlich. Böhmische Gänse und Elsässer Gänse schnatterten um die Wette, die Kaninchen gegenüber hielten trotzdem Mittagschlaf. Stolz zeigte Knab seine preisgekrönten Welsumer Hähne mit schillerndem Gefieder, die Henne nebenan legte in aller Seelenruhe ein Ei. In der Garage der Halle waren die Reptilien untergebracht. Das Chamäleon hatte sich am Morgen schon gehäutet, „das ist ein lustiger Geselle“, erklärte Knab den staunenden Kindern. Einen stattlichen Leguan gab es da, eine bildschöne Königs-Python, niedliche winzige Schildkrötenbabys vier bis fünf Zentimeter groß, ein Albino war auch dabei, eine Vogelspinne, die völlig harmlos sein sollte, „harmloser als manche Menschen“, sagte ein kundiger Besucher. Die hübschen Pfirsichköpfchen, kleine Papageien, gehören Hannah und Tim Knab, ebenso die Zwergkaninchen, für deren Zucht sie mit dem Wanderpokal ausgezeichnet wurden.

Bei einer Feier am Abend wurden die von einer Jury ausgezeichneten Tierzüchter prämiert. Es sind Armin Grandel, Helmut, Braig, Toni Werner, Julian Reichle und Karl Eberhard. Die fünf besten Tiere der Schau sind die Appenzeller Spitzhauben von Fabian Trischler. Jugendvereinsmeister sind Fabian Trischler, Lara Grandel und Luis Grandel. Weitere Meister sind Ludwig Schön, Andre Hoell, Johannes Kürsamer, Lisa und Josef Knab und bei der Jugend Tim und Hannah Knab, Geschwister Klöble und Geschwister Herrmann.

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