Mit dem Ökomobil haben die Kinder viel gelernt.
Mit dem Ökomobil haben die Kinder viel gelernt. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Die Grundschule Weilersteußlingen ist zwar die kleinste der Allmendinger Schulen, aber wie keine andere steht sie mitten in der freien Natur. Am Dienstag hat das Ökomobil des Regierungspräsidiums Tübingen den Kindern vertiefte Kenntnisse der Umgebung vermittelt.

Das Ökomobil ist ein rollendes Naturschutzlabor, das als Einrichtung der Staatlichen Naturschutzverwaltung des Landes Baden-Württemberg unter dem Motto „Natur erleben, kennen lernen, schützen“ seit 1987 in Baden-Württemberg unterwegs ist. In jedem der vier Regierungsbezirke Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen bewegt sich ein Ökomobil.

Die Lehrerinnen Sonja Looser (kommissarische Schulleiterin) und Annika Pfeil nutzten diese Woche die Gelegenheit, mit der kostenlosen Nutzung des Ökomobils die naturbezogenen Projekttage zu bereichern und ihre Schüler von der ersten bis zur vierten Klassenstufe dafür zu motivieren. Die 19 Buben und Mädchen von den Lutherischen Bergen hatten einen äußerst erlebnisreichen Vormittag. Das verdanken sie Sabine Reußink vom Referat 56 für Naturschutz und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums Tübingen.

Wiese wird erkundet

Sie fährt ihr Ökomobil dahin, wo es angefragt wird. Zielgruppen sind Kindergärten, Schulen und Jugendbildungseinrichtungen aller Art. Themen sind Wald, Gewässer, Tiere, Pflanzen, Schulgärten und Insekten. Das spielerische Erleben steht im Mittelpunkt eines Vormittags mit Sabine Reußink und ihrem bunt lackierten Fahrzeug. Direkt am Rand der südlich des Schulareals befindlichen Wiese stellte sie es am Dienstag ab, erklärte ihren Daseinszweck und verteilte Kescher, Petrischalen und Lupen. Damit ausgestattet machten sich die kleinen Naturforscher allein oder in Gruppen daran, auf der Wiese einzusammeln, was sich bewegt. Käfer, Schmetterlinge, Ohrwürmer und Insekten aller Art waren am Ende die Ausbeute umfangreicher Erkundung.

Im Ökomobil nahmen die Kinder an den vorhandenen Arbeitstischen Platz und bekamen von Sabine Reußink die Benutzung der anschließend verteilten Mikroskope erklärt. Zunehmend wich der bei 30-facher Vergrößerung teilweise aufkommende Ekel dem Staunen über die Perfektion der vorübergehend eingefangenen Tierchen. Kleine Menschen lernten, mit noch viel kleineren Lebewesen behutsam umzugehen und ließen sie wieder frei. Nachhaltig erschloss sich das Wunder der Lebensvielfalt.

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