Vor der Marstallpassage soll ein neuer Platz entstehen

Schwäbische Zeitung

Sigmaringen - Das Tor zur Innenstadt beim Marstall soll aufgewertet werden: Angedacht ist, die Fürst-Wilhelm-Straße in einer Kurve an dem historischen Gebäude vorbeizuführen.

Sigmaringen - Das Tor zur Innenstadt beim Marstall soll aufgewertet werden: Angedacht ist, die Fürst-Wilhelm-Straße in einer Kurve an dem historischen Gebäude vorbeizuführen. So könnte vor dem Marstall ein neuer Platz entstehen. Im kommenden Jahr werden sich 20 Architekten in einem Wettbewerb Gedanken machen. Der Gemeinderat hat dies am Mittwoch einstimmig beschlossen.„Die Straße zu erneuern, ist aus unserer Sicht zu kurz gesprungen“, sagte Stadtbaumeister Thomas Exler vor dem Gemeinderat. Aus diesem Grund wurde die Idee entwickelt, die Straße um den Karlsplatz und das Fürstendenkmal herumzuführen. Die Straße wird täglich von 12000 Autos befahren. Die Idee stammt von dem Tübinger Architekten Krisch, der unter anderem den Leopoldplatz entworfen hat.Vorteil wäre, dass die unter Leerständen leidende Fürst-Wilhelm-Straße und die Marstallpassage aufgewertet werden könnten. Das bestehende Fachmarktzentrum in der Au werde außerdem besser an die Innenstadt angebunden. „Die Au rückt näher an die Innenstadt heran“, sagte der Stadtbaumeister. Des Weiteren soll der Prinzenpark über eine Allee an den Karlsplatz angebunden werden. Fußgänger könnten dann leichter vom Bahnhof in Richtung Landratsamt gelangen. Das Fürstenhaus als Eigentümer des Karlsplatzes stehe der Idee wohlwollend gegenüber. Eine Entscheidung sei aber noch keine gefallen. Exler sprach von einem Prozess „mit offenem Ausgang“. Wenn es zur Neugestaltung des Karlsplatzes käme, müssten die beiden Bushaltestellen verlegt werden. Die Busse könnten dann vor der Leopoldapotheke und in der Karlstraße vor dem L1 halten. 20 Architekten sollen in einem Wettbewerb um die beste Idee ringen. „Der Wettbewerb bringt bei geringeren Kosten das größte Spektrum an Angeboten“, sagte der Friedrichshafener Architekt Hirthe. Die Kosten für den Wettbewerb betragen 50000 Euro. Er soll im kommenden Jahr aufgelegt werden. Der Gemeinderat entschied sich gegen eine Mehrfachbeauftragung von fünf Architekten, die 71000 Euro gekostet hätte. Die Stadt nimmt an, dass Baukosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro anfallen. Überdies soll versucht werden, Zuschüsse aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu bekommen. Das Gebiet liege in diversen Sanierungsgebieten, sodass sich die Stadtverwaltung auch vom Land Zuschüsse erhofft. Wann und ob die Baumaßnahme umgesetzt ist, das wird erst nach dem Architektenwettbewerb entschieden.

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