Totensonntag: Promi-Gräber werden zum Touristenziel

Ein schlichter Grabstein für eine Ikone der 1930er Jahre: Die Schauspielerin Marlene Dietrich liegt in ihrer Geburtsstadt Berlin
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Ein schlichter Grabstein für eine Ikone der 1930er Jahre: Die Schauspielerin Marlene Dietrich liegt in ihrer Geburtsstadt Berlin auf dem III. Städtischen Friedhof Schöneberg in der Stubenrauchstraße begraben. (Foto: Jens Kalaene / dpa)
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Deutsche Presse-Agentur

In der Corona-Zeit ist Spazieren auf ruhigen Friedhöfen und der Besuch von Prominentengräbern zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden. Wir zeigen eine Auswahl von Orten - und Toten.

„Wen suchen Sie denn?“ „Manfred Krug.“ „Der liegt da hinten.“ „Wir gehen jetzt zum Lambsdorff.“ So klingt ein Gespräch in diesem Herbst auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin. Dutzende laufen hier mit einem Plan, der einen Euro am Eingang kostet, die Gräber von Prominenten ab. Darunter sind etwa die Ruhestätten des Schauspielers Manfred Krug („Liebling Kreuzberg“, „Tatort“), des FDP-Politikers Otto Graf Lambsdorff, von Moderator Dieter Thomas Heck („ZDF-Hitparade“) und des Filmregisseurs Friedrich Wilhelm Murnau („Nosferatu“). Weltberühmt wurde der Friedhof auch durch die Netflix-Serie „Dark“, in der die Holzkapelle im Norwegen-Stil als Motiv der fiktiven Stadt Winden zu sehen ist.

Doch nicht nur vor den Toren Berlins blüht im Corona-Jahr die für manchen makaber klingende Freizeitbeschäftigung des Friedhofstourismus. Das Phänomen ist pandemiegeeignet, denn auf einem Friedhof an der frischen Luft verhalten sich alle pietätvoll, reden wenig und halten Abstand. Eine Auswahl von Orten, Themen - und Toten.

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