Theatertage: Zuschauer werden Darsteller

„Folgen Sie den Hasen“ - die Darsteller der Theater AG des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums aus Singen mit ihrer Eigenproduktion „tAC
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„Folgen Sie den Hasen“ - die Darsteller der Theater AG des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums aus Singen mit ihrer Eigenproduktion „tAC
Schwäbische Zeitung

Friedrichshafen - Die Theater AG des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums aus Singen hat an den ersten Jugend- und Schultheatertagen (JUST-BW) mit ihrer Eigenproduktion „tACTlos im Wunderland“ teilgenommen.

Friedrichshafen - Die Theater AG des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums aus Singen hat an den ersten Jugend- und Schultheatertagen (JUST-BW) mit ihrer Eigenproduktion „tACTlos im Wunderland“ teilgenommen. Ein interaktives Stück, bei dem Publikum zu Darstellern wird.„Folgen Sie den Hasen“ fordert der Sprecher das Publikum auf, denn die Bunnys geben den Lebenstakt vor. Das Leben ist fröhlich, ausgelassen und bunt, wenn man den Schulabschluss, den perfekten Job, den idealen Partner, das eigene Auto, den Superverdienst, ein Haus, eine Familie hat. Kurz gesagt, wer den Hasen folgt, ist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch was mit den Träumen, wenn man dem eigenen, inneren Hasen folgen möchte. Heißt das Freiheit oder braucht der Mensch einen Hasen, dem er folgen kann? Die 18 Schüler geben keine Antworten, sondern regen durch ihr interaktives Spiel zum Nachdenken an und fordern auf, mutig genug zu sein, den eigenen Weg zu finden.Sie agieren mit dem Publikum, lassen es durch den Theatersaal laufen, binden die Zuschauer in das Stück ein – das Publikum wird zur Masse, die dem Hasen folgt und zum Voyeur, der die Träume Einzelner beobachten darf. Die Botschaft der Theater AG könnte lauten: Das Leben ist ein unbeschriebenes Stück Papier, das jeder individuell beschreiben kann. Ein eindringliches Stück, denn durch die Interaktion bleiben nicht nur Darsteller, sondern auch die Zuschauer in Bewegung und können sich der Gruppe nicht entziehen. Zurücklehnen und sich berieseln lassen ist dem Beobachter nicht möglich. Durch das aktive stilistische Mittel, das die Schüler des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums gewählt haben, wurde der Zuschauer zu einem Teil des Stücks. Die Fragen, ob man mit dem Strom schwimmen möchte, wo es Sinn macht und wo ein Ausbrechen nötig ist, werden niemals von Darstellern formuliert und doch nehmen sie im Kopf des Zuschauers Form an. Absolut großartig.

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