Trossingen - Wenn die neuen Fünftklässler am Dienstag, 15. September, in der Realschule Trossingen willkommen geheißen werden, d
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Trossingen - Wenn die neuen Fünftklässler am Dienstag, 15. September, in der Realschule Trossingen willkommen geheißen werden, d
Schwäbische Zeitung

Trossingen - Wenn die neuen Fünftklässler am Dienstag, 15. September, in der Realschule Trossingen willkommen geheißen werden, dann kommen sie an eine Schule, die nicht nur neue Lehrer, eine neue...

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Trossingen - Wenn die neuen Fünftklässler am Dienstag, 15. September, in der Realschule Trossingen willkommen geheißen werden, dann kommen sie an eine Schule, die nicht nur neue Lehrer, eine neue Schulsozialarbeiterin und neue Innenfassaden hat, sondern auch ein neues Lernkonzept entwickelt hat.In diesem Schuljahr gibt es erstmals seit Jahren wieder nur drei fünfte Klassen: Mit insgesamt 87 Fünftklässlern liegt man mit diesem etwas schwächeren Geburtsjahrgang knapp unter dem Klassenteiler für die Vierzügigkeit. Insgesamt gibt es an der Realschule Trossingen derzeit 576 Schüler in 23 Klassen , die von 41Lehrkräften unterrichtet werden.Viele Schüler, die eigentlich auch am Gymnasium eine Chance hätten, werden von ihren Eltern an die Realschule geschickt. Das war schon immer so, weiß der Trossinger Realschulrektor Udo Kohler, doch habe sich dies durch das G8 noch verstärkt. Aus diesem und anderen Gründen habe sich die Vielfalt und das Leistungsspektrum der Realschüler in den vergangenen Jahren weiter verbreitert.„Im letzten Jahre haben wir uns im Kollegium intensiv Gedanken gemacht, wie wir auf diese wachsende Heterogenität reagieren können“, so Kohler, „und ein Konzept entwickelt“. Schon immer habe man an der Realschule Wert auf individualisiertes Lernen gelegt: Schwächere Schüler sollen gefördert, bessere gefordert werden. Diesem Ziel dienen unter anderem kleine Lerngruppen mit jeweils maximal zehn Schülern oder die Differenzierung von Materialien und Medien für die verschiedenen Leistungsstufen.Als weitere Säulen neu hinzu kommt die Einführung sogenannter „Lernspiralen“, Methoden zum eigenverantwortlichen Lernen nach Dr. Heinz Klippert, die dafür sorgen, dass Schüler individuell und nachhaltig lernen können, so dass das Gelernte länger hält als nur bis zur nächsten Klassenarbeit. Überhaupt soll das selbstorganisierte Lernen noch stärker in den Mittelpunkt gestellt werden – etwa durch eigens dafür reservierte Schulstunden.Zur Umsetzung dieses Konzepts sind auch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen worden, wie etwa die 40-Minuten-Stunden, die es schon seit einigen Jahren an der Realschule gibt. Die durch die Stundenverkürzung frei gewordene Zeit wird unter anderem für AGs oder Förder- und Forder-Maßnahmen genutzt. Neu ist auch das elektronische Klassenbuch, für das in allen Klassenzimmern die technischen Voraussetzungen geschaffen worden sind.Rektor Kohler ist überzeugt, mit den neuen Konzepten auch auf eine künftige Zusammenführung mit der Löhrschule gut vorbereitet zu sein: „Die Realschule als Schulart hat – nicht nur hier bei uns – sehr gute Arbeit geleistet“, ist Kohler überzeugt. Etwa 70 Prozent der Schüler, die an der Realschule Trossingen mit der Mittleren Reife abgeschlossen haben, gehen danach aufs Aufbaugymnasium oder Berufskolleg, rund 30Prozent beginnen direkt mit einer Ausbildung. Und sowohl weiterbildende Schulen als auch Handwerk und Industrie seien sehr zufrieden mit den Realschul-Absolventen.Auch baulich hat sich während der Ferien an der Realschule einiges getan: Nachdem 2010 bereits die Außenfassaden saniert worden sind, haben jetzt auch die beiden Innenhöfe neue und energetisch bessere Fassaden erhalten. Zudem haben Sekretariat und Konrektorat neue Böden, Decken und Wände bekommen. Im Laufe der nächsten zwei Jahre erhalten außerdem noch einige Klassenzimmer neue Böden sowie Decken-Beamer. „Zudem“, so Rektor Kohler, „freuen wir uns natürlich auf die Sanierung der Solweg-Halle.“

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