Märchen werden lebendig


Hannelore Haaf (links) entführte die Besucher in eine Märchenwelt.
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Hannelore Haaf (links) entführte die Besucher in eine Märchenwelt.
Schwäbische Zeitung

NEUHAUSEN OB ECK - Märchen faszinieren auch heute noch Menschen. Dies hat der Besucherstrom von mehr als 1600 kleinen und großen Besuchern, die das Museumsdorf enterten, bewiesen.

NEUHAUSEN OB ECK - Märchen faszinieren auch heute noch Menschen. Dies hat der Besucherstrom von mehr als 1600 kleinen und großen Besuchern, die das Museumsdorf enterten, bewiesen. Zahlreiche Besucher stimmten sich in Kostümen als Prinzessin, Zauberer oder Hexe auf die Reise durch die Märchenwelt ein. Das Museumsdorf verwandelte sich in den Häusern und Wiesen zu einer Zauberwelt und Märchenstätte. Im Mittelpunkt des Märchentages stand die Hexe Raija, die mit dem „Drachatorium“ die Kinder in ihren Bann zog. Der letzte noch lebende, gutmütige und vegetarische Drache wurde bei Baumfällarbeiten am Flügel und am Drachenschwanz verletzt. Die Kinder mixten mit der Hexe aus Waldameisen-Eiern, Waldwichtel-Spucke und Aufguss von Blattläusen Tinkturen und Elixiere, um den verletzten Drachen zu behandeln. Als Belohnung erhielten die kleinen Besucher aus dem Funken speienden Hexentopf allerlei Leckereien. An diesem windigen Tag war aber das Feuerspucken für den Drachen und für die Hexe nicht erlaubt. Bei der Märchen-Rallye suchten die kleinen und großen Märchenforscher am Teich den Froschkönig, suchten Frau Holle auf dem Balkon, wo sie die Daunen schüttelte oder eine grüne Erbse, die den Schlaf der Prinzessin raubte. Die Märchenerzählerin Sigrid Maute aus Balingen-Zillhausen nahm im Weberhaus die Besucher ins Märchenreich mit. Mit Schlüsselsteinen konnten die Kinder die Pforte ins Märchenreich öffnen. Die Kinder und die Erwachsenen lauschten den Sagen von Wildenstein von Graf von Zimmern. Aber auch das Märchen von der „Bienenkönigin“ und Geschichten von den Erd- und Waldleutlein hatte die freiberufliche Märchenerzählerin in ihrem Repertoire. Eine Märchenreise der besonderen Art zum Märchen „Sterntaler“ hatte die Magd Melanie Hepfer in ihrem Korb. Mit der Magd unternahmen die Besucher einen Streifzug zu den Stationen, die als Filmkulisse für das Märchen „Sterntaler“ dienten. Mit ihren detaillierten Ausführungen verstand es die Magd, die Kinder mit ihren Erzählungen zu fesseln. Auf der Bühne im Taglöhnerhaus nahmen alle Kinder in einem Bett Platz, so wie es früher üblich war. Immer wieder schweiften die Märchenerzähler bei ihrem Streifzug durchs Museumsdorf in die Welt der Märchen und Fabeln ab. Das „Tischlein deck dich“ oder „Frau Holle“ wie auch „Schneeweißchen und Rosenrot“ standen auf dem Märchenstundenplan. Die Erwachsenen staunten nicht schlecht, wie viel ihre Kinder trotz Computerzeitalter noch über die Märchen wussten. Hannelore Haaf erzählte im Schwarzwälder Haldenhof das Märchen „Jorinde und Joringel“. Jürgen Steiert aus Krauchenwies hatte im Schafstall sein Puppentheater aufgebaut, um mit Kasperle und Hund Bello beim „Rumpelstilzchen“ oder „Froschkönig“ mitzuwirken. Bei Linde Kappeler bastelten die kleinen Hexen und Zauberer einen Zauberstab oder ein Hexenbesen, mit denen sie versuchten, die Eltern, Omas und Opas so zu verzaubern, dass auch ein Eis im Museumslädele heraussprang. Im Schul- und Rathaus schwangen die Kinder Bleistift und Buntstifte, damit aus einem blassen Froschkönig ein schillernder Prinz hervorging. Und während die Sprößlinge mit der Märchenreise beschäftigt waren, statteten die großen Museumsbesucher dem Kaufhaus Pfeiffer oder den Sonderausstellungen „Heimat 3.0“ und „HeimatStücke“ einen Besuch ab.

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