Kreistag: Schlappe für Steinestel und Surek

Schwäbische Zeitung

Laichingen - Statt von neun, wird die Laichinger Alb in den kommenden fünf Jahren nur noch von sieben Kreisräten vertreten.

Laichingen - Statt von neun, wird die Laichinger Alb in den kommenden fünf Jahren nur noch von sieben Kreisräten vertreten. Stark das Abschneiden von Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann. Er holte die mit Abstand meisten Stimmen im Wahlkreis 6. Ernüchterung bei seinem Kollegen Franko Kopp: Er gehört dem Gremium nicht mehr an.Mit diesem Zuspruch dürfte Klaus Kaufmann selbst in seinen hoffnungsvollsten Träume nicht gerechnet haben: Die Wähler zwischen Heroldstatt und Westerheim gaben dem Laichinger Bürgermeister ganze 7592 Stimmen, rund 6000 davon bekam Kaufmann davon jedoch in seiner Heimatgemeinde. Das sind Größenordnungen, über die sich einst regelmäßig Karl Ogger für die CDU freuen durfte. Für Klaus Kaufmann wird es die erste Periode im Ulmer Kreistag sein, er hatte für die Fraktion der Freien Wähler kandidiert.Plätze im gesamten Kreistag verloren hat die CDU. Eines der Opfer: Franko Kopp, der Nellinger Bürgermeister. Dies ist die zweite große Überraschung der Kreistagswahlen. Kopp stand auf der Wahlliste zwar noch vor Kurt Wörner. Dieser jedoch schaffte abermals den Sprung in das Gremium (4385 Stimmen), das kreisweit unter anderem für das Verkehrswesen, die Müllentsorgung, Bauangelegenheiten und in Teilen Schulen kümmert. Ebenso wieder mit dabei für die Laichinger Alb (in der CDU-Fraktion) sind HartmutWalz (4855 Stimmen) und der neue Heroldstatter Bürgermeister UliOberdorfer (4785 Stimmen), der jedoch vorher schon einen Sitz im Kreistag inne hatte. Auch BerndMangold, Bergülens Bürgermeister, hat es in den Kreistag geschafft (2661 Stimmen), allerdings im Blaubeurer Wahlkreis 4.Ein schwarzer Tag war der Sonntag für den Laichinger Genossen Heinz Surek: Er wird dem neuen Gremium nicht mehr angehören, genauso wenig Gisela Steinestel, die sich in der Fraktion der Grünen für die Belange der Laichinger Alb einsetzte. An ihre Position ist nun ein Westerheimer gerückt: Pius Kneer, er bekam 2081 Stimmen. „Sehr schlimm“ sei sein Ausscheiden nicht, sagte Heinz Surek, auch wenn er sich nun nicht mehr als Kreisrat für einen Bahnhalt bei Merklingen starkmachen werde können. Er habe festgestellt, dass es für dieses oder ähnliche Projekte einfacher sei, sich als Kreisrat Gehör zu verschaffen, als ohne Mandat. Sei es bei der IHK oder Landespolitikern.Der siebte im Bunde für die Laichinger Alb ist Bernhard Schweizer, auf ihn entfielen 3177 Stimmen. Er ging wie Kaufmann für die Freien Wähler ins Rennen.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Die Kommentare sind nur für Abonnenten sichtbar.

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

 Symbolfoto

Polizei hat Verdacht für Ursache von tödlichem Arbeitsunfall

Tödlich verunglückt ist am Dienstag ein 38-Jähriger auf einer Baustelle in Schwendi. Der Unfall ereignete sich in einem Rohbau. Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann in etwa sechs Meter Höhe in einem Metallkorb. Dieser war an einem Kran befestigt.

Laupheimer Drehleiter im Einsatz Aus bislang unbekannter Ursache lösten sich wohl die Spanngurte, die den Korb hielten. Der Mann stürzte in die Tiefe und schlug auf einen Betonboden auf.

Aufregung im Bodenseekreis: Mitgebrachter Selbsttest reicht nicht aus für den Friseur

Groß war die Aufregung am Dienstag bei den Friseuren im Bodenseekreis: Nach der neuen Coronaverordnung dürfen sie nur den Kunden die Haare schneiden, die einen aktuellen, negativen Schnelltests nachweisen können.

Dabei reicht – anders als in der SZ am Dienstag berichtet – ein mitgebrachter, selbst durchgeführter Test nicht aus. Darauf weist der Fachverband der Frisöre und die Kreishandwerkerschaft hin.

Private Selbsttests nicht zulässig „Der Schnelltest muss in einem Testzentrum oder in einer Teststelle durchgeführt ...