Kaum Kritik für run & fun-Änderung


Die Bürgermeister im Donautal hätten beim Donautal-Marathon gerne weiterhin ihre malerische Landschaft präsentiert. Sie haben a
Dieser Inhalt steht nur unseren Abonnenten zur Verfügung
Hiermit erhalten Sie Zugriff zu unseren Premiuminhalten.
Die Bürgermeister im Donautal hätten beim Donautal-Marathon gerne weiterhin ihre malerische Landschaft präsentiert. Sie haben a
Schwäbische Zeitung

Fridingen/Mühlheim/Beuron - Die Entscheidung der Organisatoren von run & fun, die Marathonstrecke der Tuttlinger Laufveranstaltung aus dem Donautal in die Kreisstadt zu ziehen (wir berichteten),...

Fridingen/Mühlheim/Beuron - Die Entscheidung der Organisatoren von run & fun, die Marathonstrecke der Tuttlinger Laufveranstaltung aus dem Donautal in die Kreisstadt zu ziehen (wir berichteten), trifft auf Verständnis bei den betroffenen Bürgermeistern von Mühlheim, Fridingen und Beuron. Ähnlich wie die run & fun-Organisatoren haben sie erkannt, dass die Euphorie bei den Helfern in den vergangenen Jahren abgenommen hat.„So schön und attraktiv die Strecke auch ist, die Zeit ist gekommen, dass das Organisationskomitee von run & fun den Lauf neu aufstellt“, sagt Mühlheims Bürgermeister Jörg Kaltenbach. Ob die Umstellung ein Erfolg wird, werde man in zwei, drei Jahren sehen. Run & fun bleibe dennoch eine Veranstaltung für die Raumschaft. Die Schulen und Kindergärten im Donautal würden weiterhin stark bei den Kinder- und Jugendläufen eingebunden bleiben.„Ich hoffe, dass die Organisatoren die richtige Entscheidung getroffen haben und für ihren Mut belohnt werden“, sagt Kaltenbach. Immerhin gilt der Donautal-Marathon als einer der schönsten Strecken über die Distanz von 42,195 Kilometern. „Die Läufer sind in den vergangenen Jahren weniger geworden“, hat Fridingens Bürgermeister Stefan Waizenegger erkannt. Ein Grund dafür sei die anspruchsvolle Strecke mit ihren vielen Höhenmetern: „Der Donautal-Marathon ist ein schöner Lauf, aber wer auf Zeit laufen will, für den ist die Strecke nichts“, versucht Kaltenbach den versuch einer Erklärung, warum die Meldungen für den Marathon in den vergangenen Jahren zurückgegangen sind.Auch wenn Waizenegger die Entscheidung der Organisatoren nachvollziehen kann, so überrascht ist er dennoch über den Zeitpunkt. Denn: In diesem Jahr wurde die Laufstrecke in Fridingen so verändert, dass die Läufer nicht mehr über den Marktplatz liefen, sondern am Sommerfest der Stadtkapelle bei der Festhalle vorbeikamen. „Das waren zuvor zwei Events, die sich geschnitten haben“, sagt Waizenegger. Während in den ersten Jahren von run & fun auf dem Marktplatz eine richtige Volksfest-Stimmung geherrscht habe, seien die Zuschauer in den vergangenen Jahren schnell in Richtung Stadtkapellen-Fest weitergezogen. In Beuron, wo im Ortsteil Hausen im Tal der Startschuss für den Marathon erfolgt ist, habe man immer gehofft, dass die Gemeinde auch einmal einen Zieleinlauf erlebt, betont Raphael Osmakowski-Miller. Über die Entscheidung sei er „nicht traurig“, zumal die Vereine früh am run & fun-Sonntag viel Arbeit gehabt hätten. Im Gegenzug hätten sie aber kaum einen finanziellen Vorteil für die Vereinskasse gehabt. Bei einem Zieleinlauf wäre das durch den Essens- und Getränkeverkauf anders gewesen: „Ich glaube, dass von den Vereinsvorsitzenden und der Feuerwehr keiner böse sein wird“, sagt Osmakowski-Miller. Natürlich hätte er aber noch vielen weiteren Sportlern die „wunderbare Landschaft“ im Donautal durch den Marathon gezeigt.„Die Vereine haben den Aufwand anstandslos und gerne gemacht“, betont Waizenegger. Die Zusammenarbeit sei immer gut gewesen. Er und Kaltenbach berichten, dass die Entscheidung des run & fun-Organisationskomitees „in einem sehr guten Stil“ (Kaltenbach) rübergebracht worden wäre. Kaltenbach spricht von einem lachenden und einem weinenden Auge – ähnlich wie die Organisatoren von run & fun am Freitagabend im Gespräch mit unserer Zeitung. „Neuer Versuch, neues Glück: Meine guten Wünsche haben sie“, sagt derweil Waizenegger.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Die Kommentare sind nur für Abonnenten sichtbar.

Meist gelesen

Neue Grundsteuer im Südwesten: Es wird Gewinner geben - und Verlierer

Wie in einem Bilderbuch liegt das schmucke Creglingen im Main-Tauber-Kreis. Idyllisch fließt die Tauber durch das Städtchen mit seinen Wehrtürmen – in manchen können Touristen sogar nächtigen. Hier, im norödstlichen Zipfel Baden-Württembergs, scheint das Leben zwischen Fachwerkgiebeln und viel Natur sorgenfrei zu sein.

Für Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn ist es das aber nicht. Ihn treibt um, womit sich viele Bürger und Schultes-Kollegen noch gar nicht beschäftigten, wie er sagt: Die Reform der Grundsteuer, die 2025 greift.

Landtag

Corona-Newsblog: Land will Corona-Regeln lockern — Verordnung für heute erwartet

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.000 (500.093 Gesamt - ca. 486.900 Genesene - 10.195 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 10.195 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 8,1 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 18.100 (3.725.

Der Tag danach - Bilanz zum Unwetter in Biberach, Riedlingen und Laupheim

+++ Am Tag nach dem verheerenden Unwetter über dem Landkreis Biberach wird das gesamte Ausmaß der Schäden sichtbar. Schwer getroffen hat es vor allem die Kreisstadt Biberach sowie ihre Teilorte. Zahllose Keller liefen voll, Straßen waren überflutet, auch große Firmen waren von Überflutungen betroffen. Die Rettungsleitstelle meldete kurz vor Mittag insgesamt sieben leicht verletzte Personen in Zusammenhang mit dem Unwetter.

Hier geht es zum ganzen Bericht der Schadensbilanz in Biberach.