Fastnacht am Fuchseck: „Da isch der Deifel los“


Da kommen sie: Die Tiere vom Rathauszoo ziehen zur Eröffnung der Fastnacht ans Fuchseck. Volker das Zebra entdeckt gleich eine
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Da kommen sie: Die Tiere vom Rathauszoo ziehen zur Eröffnung der Fastnacht ans Fuchseck. Volker das Zebra entdeckt gleich eine Artverwandte, während Karl der Tiger ganz König des Dschungels ist. (Foto: Möcklin)
Schwäbische Zeitung

Ellwangen - Der Startschuss zur heißen Phase ist gefallen: „Ellwanger Fastnacht, da isch der Deifel los“, schallte es am Gumpendonnerstag weit übers Fuchseck.

Ellwangen - Der Startschuss zur heißen Phase ist gefallen: „Ellwanger Fastnacht, da isch der Deifel los“, schallte es am Gumpendonnerstag weit übers Fuchseck. Zum fünften Mal hatten die Zwillingsbrüder Franz und Michael Brenner und ihre Musiker von der Hinteren Ledergasse eine große Kindergartenschar um sich versammelt, um die Ellwanger Fastnacht 2018 zu eröffnen. Nur ein Tiger und ein Zebra in der Menge waren ziemlich groß geraten.„Mit der Hinteren Ledergasse ist das wie bei Harry Potter mit der Winkelgasse“, schmunzelte Michael Brenner am Rande der Veranstaltung: „Die gibt’s auch nicht wirklich als Ort, aber sie öffnet sich unter gewissen Umständen.“ Um das Treiben der Hinteren Ledergasse sehen zu können, braucht es das Zauberwort „Fastnacht“. Kaum ausgesprochen, erscheinen Musiker mit Pauke, Tuba und Trompete am Fuchseck, setzt Franz Brenner sich einen Hut mit Plüsch-Biber auf, greift zum Mikrofon und begrüßt eine kleine Kinderschar nach der anderen, die mit ihren Erzieherinnen von der Marienstraße her oder die Spitalstraße hinunter in Richtung Fuchseck gelaufen ist. Die Kindergärten Eigenzell, Schrezheim und Neunheim sind dabei, die Biberburg, das Igelnest und nicht zuletzt der Hariolfkindergarten, der mit einem Kinderchor sogar an der Produktion der jüngsten Ledergassen-CD mitgewirkt hat. Und dann werden Franz Brenners Augen groß. Was kommt denn da vom Rathaus her?„Ein Zoo, ein ganzer Zoo“, ruft er ins Mikrofon, und wirklich: Gemächlich trotten ein Tiger und ein Zebra daher, im Schlepptau ihr Gefolge und einen ganzen Bollerwagen voller Krapfen und Berliner. Fast nicht wiederzuerkennen: der König des Dschungels ist Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, das Huftier Bürgermeister Volker Grab. Friedliebend stellen sie sich neben den Plüschbiber, der Franz Brenner „auf dem Kopf rumtanzt“, und unterstützen den Conférencier nach Kräften. Genau wie die vielen kleinen Hexen, Polizisten, Drachen, Clowns, Bären, Löwen, Cowboys, Teufel und Prinzessinnen, die sich immer dichter um die Fastnachtstruppe drängen. Gemeinsam schreien sie erst einmal laut nach Könid Dübeli, dem König der Fastnacht. Das ist Michael Brenner, jetzt mit Krone und roter Nase und weit ausgebreiteten Armen. Jetzt kann’s losgehen mit den Gassenhauern der letzten 26 Jahre „Hintere Ledergasse“. Die Kinder kennen sie alle, die „Kuttelsupp“, den „König Dübeli“ und die „Spätzle mit Soß“. Auch ein Lied von der neuesten CD gibt’s, „I ben dr. Bibbele“, wie alle Stücke eine echte Gute-Laune-Musik. Es wird geschunkelt und Polonäse getanzt, und die Herren Bürgermeister und der Hariolf-Kindergarten erhalten zum Dank für ihre Hilfe im Dienste der Hinteren Ledergasse eine der neuen Scheiben. Franz Brenner muss den Kindern nicht lange erklären, was es mit einer Zugabe auf sich hat, da rufen die klugen Kleinen schon lauthals danach und bekommen - natürlich - die „Ellwanger Fastnacht“. Und von Tiger und Zebra die Krapfen obendrein.

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