Eine Ära in St. Christina geht zu Ende

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Pastoralreferent Hermann Schoch geht nach 27 Jahren in den Ruhestand.
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Pastoralreferent Hermann Schoch geht nach 27 Jahren in den Ruhestand.
Schwäbische Zeitung

RAVENSBURG (sz) – In der katholischen Gemeinde St. Christina endet mit Beginn der Sommerferien eine Ära: Nach 27 Jahren geht Pastoralreferent Hermann Schoch in den Ruhestand, länger als viele Pfarrer...

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RAVENSBURG (sz) – In der katholischen Gemeinde St. Christina endet mit Beginn der Sommerferien eine Ära: Nach 27 Jahren geht Pastoralreferent Hermann Schoch in den Ruhestand, länger als viele Pfarrer oder andere pastorale Mitarbeiter hat er die rund 1400 Mitglieder zählende Gemeinde im Ravensburger Osten faktisch geleitet und die Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte als Konstante über Jahrzehnte hinweg mit aufgebaut und mit gestaltet. Am 16. Juli wird er im Abendgottesdienst sowie in einer Feier in der St. Christina Halle verabschiedet.Dass es in seinem Berufsleben nur zwei Stationen geben sollte, konnte sich der Anfang der 50er Jahre in Wäschenbeuren aufgewachsene Pastoralreferent einst nicht vorstellen. 1978 kam er als Pastoralassistent in die Pfarrei St. Georg in Riedlingen. Als der Pfarrer von St. Christina in Ruhestand ging, wurde für die Gemeinde hoch über Ravensburg ein pastoraler Mitarbeiter gesucht. Nach den Sommerferien 1989 zog Familie Schoch in die Stadt. Das Pfarrhaus mit Ausblick auf Schussental, Bodensee und Alpen wurde der vierköpfigen Familie zur Heimat.Hermann Schoch ist einer von rund 320 Pastoralreferenten in der Diözese. Laut ihm umfasst sein Arbeitsfeld ungefähr 50 Einzelaufgaben. Ehe- und Familienpastoral, Tauf-, Kommunion-, Firm- und Ehevorbereitung waren Gebiete, in denen er schon zu Hause war. Es sollte über die Jahre ein Füllhorn an Aufgaben hinzukommen. So galt es, den Aufbau der Seelsorgeeinheit mit vier Gemeinden zu gestalten, Vakanzen zu überbrücken und die ehrenamtlich Engagierten bei der Stange zu halten. „Eigentlich haben meine Frau und ich zwei Stellen besetzt, wovon eine bezahlt wird“, schmunzelt Hermann Schoch. Denn die ausgebildete Erzieherin hat, als die Söhne noch klein waren, angefangen, bei den Kindergärten stundenweise als Springerin zu arbeiten. Das ist heute noch so, „denn sonst könnte ich die Aufgaben in der Gemeinde gar nicht wahrnehmen“, erzählt Marianne Schoch. Auch ihre Liste an ehrenamtlichen Arbeitsfeldern umfasst etwa 20 Punkte: Aushilfsmesnerin, Blumenpflege rund um Kirche, Friedhof und Pfarrhaus, Besuchsdienste, Mithilfe bei Empfängen, Festen und dem Kirchen-Café im Herbst. Treibende Kraft ist sie beim Adventsbasar, bei den Sternsingern und Erntedank-Teppichen. „Sie hält mir den Rücken frei und ist präsent“, betont Hermann Schoch dankbar: „Viele sehen in ihr eine Mutter der Gemeinde.“ „Als Familie im Pfarrhaus waren wir nahezu immer erreichbar“, erzählt Schoch. Alle vier sind im Gemeindeleben generationsübergreifend aktiv. Benjamin und Simon in der Jugendarbeit, bei den Ministranten und jungen Erwachsenen. Und das Ehepaar Schoch übernimmt bei Jugend-Camps neben pastoralen Aufgaben und Gitarrenspiel auch den Küchendienst. Ein kleines Familienunternehmen also. Nun geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Das künftige Familiendomizil befindet sich gegenüber des St. Christina-Hangs. Wie es weitergeht? Sein Nachfolger ist inzwischen ernannt: Pastoralreferent Michael Schindler übernimmt die Stelle und bekommt gleich einen Azubi, einen Pastoralassistenten zur Seite. Ihm und dem Pastoralteam will Schoch allen Gestaltungsraum überlassen. Doch St. Christina bleibt er freundschaftlich verbunden – gerne als Lektor und Kommunionhelfer, bei der Pflege der internationalen Kontakte, in der Begleitung von Reisen und Wallfahrten oder als Koch bei Freizeiten – nicht nur seine Wurstsalat-Kreationen gelten als Geheimtipp beim Beisammensein von Ehrenamtlichen oder Pastoralteam.

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