Bäcker will in neuen Meßkircher Netto

Ihr Geschäft an der Heiligenberger Straße in Pfullendorf haben Klaus Klinger und sein Sohn Peter aufgegeben. Doch in Krauchenwie
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Ihr Geschäft an der Heiligenberger Straße in Pfullendorf haben Klaus Klinger und sein Sohn Peter aufgegeben. Doch in Krauchenwie
Schwäbische Zeitung

Meßkirch - Gut ein halbes Jahr haben Klaus Klinger und sein Sohn Peter durchgehalten, doch jetzt ziehen die beiden die Reißleine: Die im November vergangenen Jahres eröffnete Bäckerei an der...

Meßkirch - Gut ein halbes Jahr haben Klaus Klinger und sein Sohn Peter durchgehalten, doch jetzt ziehen die beiden die Reißleine: Die im November vergangenen Jahres eröffnete Bäckerei an der Heiligenberger Straße in Pfullendorf ist schon wieder geschlossen. „Das Geschäft hat sich einfach nicht rentiert“, sagt Klaus Klinger. Glücklicherweise ergab sich für ihn schnell eine Alternative: Seit Anfang Mai betreiben er und sein Sohn den Backshop in der Netto-Filiale in Krauchenwies. Außerdem verhandeln sie mit dem Discounter über einen Einstieg bei der geplanten Filiale in Meßkirch, die im Frühjahr kommenden Jahres fertig werden soll. Wie berichtet, schließt der Discounter seine bestehende Filiale an der Grabenbachstraße in der Meßkircher Innenstadt. Die Kette will an der Bahnhofstraße einen neuen Markt errichten – auf dem Gelände des ehemaligen Rewe-Marktes, der zurzeit leer steht. Der Meßkircher Gemeinderat hatte den Neubau in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. Klaus Klinger bedauert, dass er das Geschäft in Pfullendorf aufgeben musste: „Es ist wirklich schade drum.“ Allerdings habe er von Anfang an mit zu geringen Kundenzahlen zu kämpfen gehabt. Ein Problem sei unter anderem die Parkplatzsituation gewesen. „Die Kunden möchten natürlich am liebsten direkt vor den Laden fahren“, sagt Klinger. Unter der Woche sei das meistens auch möglich. „Am Wochenende waren die Parkplätze aber von den Anwohnern belegt.“ Neben der Parkplatzsituation hatte Klinger mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Er und seine Familie wohnen inzwischen im Walder Ortsteil Walbertsweiler. Dort befindet sich auch ihre Backstube. „Allein für den Transport der Ware mussten wir jede Woche 1000 Kilometer fahren“, berichtet Klinger. Mit der Entscheidung, das Geschäft an der Heiligenberger Straße zu schließen, hätten sich er und sein Sohn Zeit gelassen. „Aber irgendwann muss man Prioritäten setzen und die Frage beantworten: Rechnet es sich oder rechnet es sich nicht?“, sagt Klaus Klinger.Mit dem Start in der Netto-Filiale in Krauchenwies sei er bislang aber sehr zufrieden, sagt Bäcker Klinger. „Das Sortiment an Brot, Brötchen und Kuchen ist das gleiche wie das, das es in Pfullendorf gab.“ Allerdings kämen jetzt noch Snacks hinzu, beispielsweise belegte Brötchen, Fleischkäse und heiße Wurst. Zu den dortigen Kunden zählten zudem nicht nur diejenigen, die beim Discounter einkaufen, sondern auch die Mitarbeiter der umliegenden Firmen. Mit der Firma Tegometall befinde sich ein großer Arbeitgeber gleich nebenan.Klingers Glück: Während andere Discounter wie Lidl und Aldi immer häufiger eigene Back-Shops eröffnen, hält Netto bislang an der Kooperation mit externen Bäckereien fest. Deshalb hofft Klaus Klinger auch darauf, bald einen zweiten Shop betreiben zu können: in Meßkirch. „Im Juli haben wir einen Besichtigungstermin. Wenn alles klappt, könnte es vielleicht schon im nächsten Frühjahr losgehen“, berichtet Bäcker Klinger.

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