Der SSV Ulm 1846 hat das Achtelfinale im WFV-Pokal erreicht. David Braig (links) beobachtet Kollege Thomas Rathgeber im Zweikamp
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Der SSV Ulm 1846 hat das Achtelfinale im WFV-Pokal erreicht. David Braig (links) beobachtet Kollege Thomas Rathgeber im Zweikampf mit Mietingens Abwehrspieler Dominik Burry. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Mietingen - Der SV Mietingen ist in der dritten Runde des WFV-Pokals ausgeschieden. Der Fußball-Landesligist unterlag dem Regionalligisten SSV Ulm 1846 mit 0:6 (0:3). Trotz der klaren Niederlage...

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Mietingen - Der SV Mietingen ist in der dritten Runde des WFV-Pokals ausgeschieden. Der Fußball-Landesligist unterlag dem Regionalligisten SSV Ulm 1846 mit 0:6 (0:3). Trotz der klaren Niederlage zeigte der SVM vor 1200 Zuschauern auf dem Mietinger Sportgelände eine gute Leistung. Vor allem in der Anfangsphase bewies der Aufsteiger seine spielerischen Qualitäten.Ein bisschen Enttäuschung schwang dann doch mit im Fazit von Mietingens Trainer Reiner Voltenauer. Vor allem das erste und die beiden letzten Gegentore ärgerten den Mietinger Trainer. „Beim ersten Treffer verursachen wir einen unnötigen Freistoß und lassen die Spatzen dann einfach durch kombinieren. Dasselbe gilt für die Tore fünf und sechs.“ Voltenauer analysierte gemeinsam mit seinem Co-Trainer Christian Glaser die Partie wie ein ganz normales Pflichtspiel, um dann doch die Atmosphäre und die Kulisse zu betonen: „Dieses Erlebnis werden alle nicht vergessen. Das nimmt uns keiner mehr.“ Und die war einmalig. Gut 1200 Zuschauer säumten den Platz, strikt getrennt nach Fangruppen. Auch hier hatte der SV Mietingen genau die Vorgaben von Polizei und Verband umgesetzt. Umgesetzt hatte der Gastgeber auch die Vorgaben seines Trainerteams in der Anfangsphase. Wie schon gegen den FC Wangen in Runde zwei versuchten die Mietinger Spieler den Gegner früh anzulaufen und ihn zu Fehlern zu zwingen. Das gelang zehn Minuten sehr gut. Es entsprang zwar keine echte Torchance, aber der SSV Ulm 1846 wurde vom eigenen Tor weggehalten. Danach übernahm der Regionalligist zunehmend das Kommando, weil einfach gedankenschneller und körperlich robuster, und kam durch Ardian Morina, dem Bruder des ehemaligen Ochsenhauser Angreifers Dardan Morina, zur ersten echten Möglichkeit, doch Mietingens Keeper Jens Müller konnte noch per Fußabwehr zur Ecke klären. Fünf Minuten später dann der schon zitierte Freistoß, als Marcel Rolser den Ball vertändelte und nur noch ein Foul begehen konnte. Thomas Rathgeber und Morina spielten sich per Doppelpass durch die Abwehrreihen und Morina vollendete mit einem präzisen Flachschuss. Nach 20 Minuten kam der SVM mal in die Nähe des gegnerischen Strafraums, Roland Mayer konnte aber einen kapitalen Rückpass von Ulms Kapitän Florian Krebs nicht verwerten, weil er selbst ausrutschte. Krebs schien dieser Fehler so zu beflügeln, dass er kurze Zeit später einen Eckball von Christian Sauter aus fünf Metern in die Mietinger Maschen wuchtete. „So ein großer und körperlich robuster Spieler ist in dieser Situation nicht zu verteidigen“, sagte Christian Glaser. Ulm lag mit 2:0 vorn und legte zwei Minuten später nach. Diesmal war es Luca Graciotti, der einen Abpraller im Kasten von Müller versenkte. „Das war zu einfach und ein Doppelschlag, der das Spiel letztlich entschieden hat“, stellte Voltenauer fest. Ulm führte 3:0, wirkte deutlich souveräner als zu Spielbeginn und ließ nun Ball und Gegner laufen. „Bei diesen Temperaturen muss man auch gegen einen Landesligisten erst mal sechs Tore schießen“, war Ulms Trainer Tobias Flitsch durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Man habe in den 90 Minuten an Automatismen gearbeitet, die man so im Training gar nicht simulieren könne. Flitsch, der seit Dienstagabend auch offiziell Trainer der Ulmer ist und zunächst bis zum Saisonende arbeiten soll, hakte das Spiel aber dann doch schnell ab. „Unser Fokus gilt eindeutig der Liga. Da müssen wir endlich punkten und uns auch belohnen.“ Am Sonntag, 9. September, gastiert der Tabellenletzte Hessen Kassel beim Vorletzten der Regionalliga im Donaustadion. Alles andere als ein Sieg und drei Punkte in diesem Kellerduell zählen für Flitsch nicht. Schon gegen Hoffenheim IIund Steinbach hätte Zählbares rausspringen müssen. Den ersten Sieg in der Landesliga hat Mietingen am vergangenen Samstag beim 2:0 in Eschbach eingefahren. Am Sonntag steht das wichtige Heimspiel gegen Mitaufsteiger TSV Heimenkirch auf dem Programm. „Wir müssen nun vor allem regenerieren“, sagt Voltenauer, „verletzt hat sich Gott sei Dank niemand und auch Heimenkirch musste heute im Pokal ran.“ Der Mietinger Coach war schon wieder ganz Analytiker.

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