Zwischen Ruhe und Starre: Reptilien überwintern

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Deutsche Presse-Agentur

Reptilien fahren bei niedriger Temperatur ihren Stoffwechsel so weit herunter, dass sie mit geringen Fettreserven über den Winter kommen. Das gilt auch für Tiere, die in Häusern und Wohnungen leben, so der Bundesverband Praktizierender Tierärzte.

Denn die sogenannte Hibernation gehört zum natürlichen Jahreszyklus wechselwarmer Tiere. Der Termin zur sogenannten Einwinterung ist dann gekommen, wenn das Tier von selbst anfängt, sich zurückzuziehen, sich also beispielsweise im Sand vergräbt.

Im Normalfall sollten Reptilien bereits im November oder Dezember in den Winterschlaf versetzt werden, der je nach Art zwischen einer Art Ruhe und Starre changiert. Mindestens zwei Monate vor dem Schlaf empfiehlt der Verband in Frankfurt eine Untersuchung auf Parasiten. Außerdem sollten geschlechtsreife Schildkrötenweibchen auf Eier abgetastet werden, damit die Tiere nicht trächtig eingewintert werden.

Zwei bis drei Wochen vor dem Schlaftermin sollten im Terrarium oder im Reptilien-Raum sowohl die Dauer der Beleuchtung als auch die Temperatur täglich verringert werden. Auch die Nahrung gilt es den Angaben zufolge stufenweise zu reduzieren. Alle zwei bis drei Tage empfiehlt es sich, die Tier in lauwarmen Wasser zu baden, damit sich der Darm entleert. Futter sollten Reptilien ab einem Zeitraum von zwei Wochen vor dem Winterschlaf nicht mehr bekommen. Außerdem sollten Halter ihre Tiere vor dem Einwintern wiegen und während der Schlafphase zur Kontrolle ein Gewichtsprotokoll führen.

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