Zurück auf der Strecke, aber nicht an der Spitze

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Bei den Testfahrten auf dem Hockenheimring fuhr Pascal Wehrlein (Nummer 94) an dem ein oder anderen Kontrahenten vorbei. Insgesa
Bei den Testfahrten auf dem Hockenheimring fuhr Pascal Wehrlein (Nummer 94) an dem ein oder anderen Kontrahenten vorbei. Insgesamt gelang dem 23-Jährigen aus Worndorf aber nur die siebtschnellste Zeit. (Foto: Sebastian Kawka/Mercedes-AMG)
Schwäbische Zeitung

Die Motoren dröhnen wieder. Mit den Testfahrten auf dem Hockenheimring ist die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) inoffiziell in die Saison gestartet. Rückkehrer Pascal Wehrlein aus Worndorf konnte mit seinem Mercedes-AMG mit den schnellsten Fahrern noch nicht ganz mithalten. Dennoch war der 23-Jährige, der sich 2015 mit dem Gewinn der DTM in die Formel 1 verabschiedet hatte, nicht unzufrieden.

„Es ist für mich ein bisschen wie nach Hause kommen“, sagte der Worndorfer Rennfahrer, der im Auto selbst kaum einen Unterschied zu früheren Rennen gespürt hatte. „Die größte Umstellung wird für mich sein, mit den Reifen ohne Heizdecken klarzukommen. Wenn das Auto mitmacht, möchte ich da weitermachen, wo ich 2015 aufgehört habe“, sagte der Ex-Champion.

BMW-Pilot Wittmann fährt schnellste Testzeit

Bei den letzten Testfahrten vor dem ersten Saisonrennen Anfang Mai (4. bis 6. Mai) ebenfalls auf dem Hockenheimring bestimmte zunächst ein anderer vorheriger Titelträger die Schlagzeilen. Marco Wittmann, Gewinner der DTM 2014 und 2016, fuhr in 1:32,378 Minuten die schnellste Zeit der zehn gestarteten Piloten. Hinter dem BMW-Fahrer landeten Nico Müller (1:32,665/Audi) und Mike Rockenfeller (1:32,932/BMW) auf den weiteren Plätzen. Bester Mercedes-AMG-Pilot hinter Bruno Spengler (1:32,985/BMW) und Augusto Farfus (1:33,079/Silberpfeil Energy Mercedes-AMG) war Edoardo Mortara als Sechster (1:33,496). Er hatte einen Rückstand von 1,118 Sekunden auf Wittmann. Hinter seinem Teamkollegen folgte Wehrlein (1:33,524) als Siebter, der allerdings nur am Montagvormittag fuhr und das Steuer seines Mercedes-AMG C 63 DTM am Nachmittag an Paul Di Resta übergab.

Titelverteidiger Rast: „Das Feld wird zusammenrücken“

„Es war richtig cool, wieder im Auto zu sitzen. Ich habe viele Runden abgespult. Wir sind gut durch unser Programm gekommen. Ein paar schnelle Rundenzeiten kamen auch dabei raus. Deswegen kann man das als positiven Tag werten. Jetzt freue ich mich auf den nächsten. Die Saison hat begonnen“, sagte der zweitplatzierte Schweizer Müller.

Und damit die Jagd auf René Rast. Der amtierende DTM-Champion stieg zu Beginn der Testfahrten nicht ins Auto und stand auch beim Thema Titelverteidigung eher auf der Bremse. Der Gesamtsieg sei zwar wieder das Ziel. „Das Feld wird noch enger zusammenrücken“, sagte der Audi-Pilot, der gleich in seiner ersten kompletten Saison allen Konkurrenten davon gefahren war. Das erste Jahr als Rookie sei für ihn überraschend gut verlaufen. „Ich hatte am Anfang der Saison gehofft, dass ich überhaupt einen Punkt hole. Jetzt weiß ich, dass ich in der Lage bin, vorne mitzufahren. Ich bin sehr entspannt“, sagte Rast, der am Dienstagmorgen die langsamste Zeit der neun Fahrer hinlegte. Wehrlein saß bei diesem Test nicht in seinem Cockpit. Sein Teamkollege Gary Paffett (1:32,759) war der Schnellste vor BMW-Fahrer Joel Eriksson (1:32,840). Dritter wurde mit Daniel Juncadella (1:32,870) wieder ein Markenkollege von Wehrlein.

DTM-Fans, die sich die Testfahrten nicht entgehen lassen wollen, haben bis einschließlich Donnerstag freien Zutritt auf die Südtribüne und können so die Übungsläufe der Boliden am Hockenheimring verfolgen.

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