Zunftmeister Franz Mosch über die Narrenzunft Waldsee e.V: "Wir wollen Brauchtum bewahren"

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Schwäbische Zeitung

SZ: Herr Mosch, warum lohnt es sich, bei der Narrenzunft Waldsee Mitglied zu werden?

Franz Mosch: Wir haben eine gute Organisation, zudem können unsere Mitglieder die Fasnet aktiv mitgestalten und mitorganisieren. Man kann auch das Drumherum mitbekommen, woher die Fasnet kommt, was sie genau bedeutet. Schließlich geht es nicht nur ums Feiern, sondern um das Brauchtum.

SZ: Muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um bei Ihnen Mitglied zu werden?

Franz Mosch: Man sollte Spaß verstehen, ein Griesgram würde sich bei uns schwer tun. Ein Vorteil wäre zudem, wenn das Neumitglied Schwäbisch versteht. Im Grunde haben wir aber keine Voraussetzungen.

SZ: Was sind denn Ihre Ziele für die Zukunft?

Franz Mosch: Wir wollen die durch das Narrentreffen zurückgestellten Aufgaben nach und nach bearbeiten. Dazu wollen wir das hohe Niveau der Zunft halten und weiter fördern. Wichtig ist uns die Bewahrung, Förderung und Weiterentwicklung der Ortsfasnet und des Brauchtums. Darauf legen wir viel Wert.

SZ: Inwiefern?

Franz Mosch: Wir achten auf geordnete Bahnen, aber ohne dabei den Spaß zu verlieren. Die Fasnet hat aber nichts mit Saufen zu tun. Da sind wir ein bisschen strenger, unsere Mitglieder verstehen das aber und stehen voll hinter diesen Maßnahmen.

SZ: Und was ist das Besondere an Ihrer Narrenzunft?

Mosch: Die Möglichkeit, mit anderen in allen Facetten die Fasnet zu feiern, Freundschaften zu gründen, die weit über die Stadtgrenzen hinausgehen, sowie mit Masken, auf der Straße oder in ulkigen Gruppen mitzufeiern. Auch wenn wir nur ein oder zwei Mal im Jahr Kontakt zu anderen Zünften haben, haben sich daraus schon lange Freundschaften entwickelt.

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