Olaf E. Jahnke

Nach zahlreichen Events, Ausstellungen und Kunstpräsentationen der letzten Jahre ist das angekündigte Ende des Projektes Kunsthaus Summerau für manchen wohl etwas überraschend gekommen. Für die Organisatorin und Künstlerin Brigitte Jutta Schaider stellt sich das anders dar. „Ich bin weniger Galeristin oder Ausstellungsorganisatorin, vielmehr Künstlerin – und in diese Richtung soll es auch weitergehen“, sagt Schaider zum Ende des Kunsthauses.

Eine Organisation von 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche habe sich auf Dauer im Argental nicht umsetzen lassen. Rein aus privaten Mitteln sei das so nicht mehr zu stemmen gewesen – sodass der Entschluss, den Ausstellungs- und Galeriebetrieb einzustellen, schon zum Ende des mit Aktivitäten und Ausstellungen sehr vollen Jahres 2017 gereift ist, sagt Schaider. Mit mehreren Ausstellungen und der ehrenvollen, aber aufwändigen Teilnahme an der Biennale in Venedig, seien ihr schließlich die Grenzen der Machbarkeit deutlich geworden.

Zu sehen gibt es in Summerau am Wochenende eine Retrospektive der Kunst von Brigitte Jutta Schaider. Das bedeutet einen Überblick über rund 25 Jahre des Kunstschaffens, vergleichbar einer Gesamtschau. Es warten mehr als 100 Installationen, Objekte, Skulpturen, Objekte, Gemälde und Zeichnungen auf Betrachter und Käufer. Allen Freunden des Kunsthauses Summerau und der Kunst von Brigitte Jutta Schaider gibt dieses Wochenende Gelegenheit, noch einmal in die besondere Kunstszene einzutauchen, sich an schöne und interessante Zeiten zu erinnern.

„Offerta Especiale“

Einige werden sicher auch die Gelegenheit nutzen, Schaiders Kunstwerke zu kaufen. Nicht ohne Grund lautet der Titel dieser Abschiedsausstellung „Offerta Especiale“. Denn laut der Kunstschaffenden Schaider sind alle Exponate vergünstigt. Damit bestehe die einmalige Gelegenheit, so wirbt die Künstlerin in ihrer Einladung, „ein schönes, berührendes, magisches, wertvolles oder vielleicht auch provokantes Kunstwerk zu erwerben“.

Die Gelegenheit, letztmals Schaider und ihre Kunstwerke in diesem Rahmen, auf drei Ebenen und in der besonderen Atmosphäre des Kunsthauses Summerau im Argental zu erleben, besteht heute und morgen jeweils von 9 bis 18 Uhr. Schaider freut sich auf viele Besucher und Interessenten und betont: „Das ist auch eine schöne Gelegenheit, Danke zu sagen an viele Unterstützer, Freunde und Weggefährten, auch für die erlebte Wertschätzung über die Jahre, die das Projekt überhaupt erst ermöglicht hat.“

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