Zufriedene Gesichter bei Glasspezialist Verallia

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Verallia Deutschland AG zieht positives Fazit des Geschäftsjahrs 2017
Der Glasproduzent Verallia Deutschland AG aus Bad Wurzach hat seine Hauptversammlung abgehalten. Dabei gab er positive Zahlen für 2017 bekannt.

Auf der Hauptversammlung der Verallia Deutschland AG am Mittwoch in Bad Wurzach (Landkreis Ravensburg) haben Vorstand, Aufsichtsrat und Kleinaktionäre ein insgesamt positives Fazit zum Geschäftsverlauf 2017 gezogen. Umsatz (504,2 Millionen Euro) und Gewinn (24,7 Millionen Euro) hatte das Unternehmen bereits vor einigen Wochen mitgeteilt. Und für das laufende Jahr bekräftigte Firmenchef Hugues Denissel seine Prognose von Ende März noch einmal: Konzernumsatz und operatives Ergebnis sollen 2018 zulegen.

Das auf den vergangenen Hauptversammlungen kontrovers diskutierte Angebot des Großaktionärs Apollo, den Kleinaktionären je Aktie entweder eine Abfindung von 433 Euro oder eine jährliche Garantiedividende von 17,06 Euro zu zahlen, war am Mittwoch nur am Rande ein Thema. Zur Erinnerung: Der US-Finanzinvestor Apollo hatte 2015 das damals unter Saint Gobain Oberland AG firmierende Unternehmen übernommen und hält, unter anderem über das Investmentvehikel Horizon Holdings, aktuell 96,7 Prozent der Anteile. Der verbleibende Rest der Aktien – 3,3 Prozent – ist im Streubesitz von Kleinaktionären.

Mehrere Aktionärsvertreter zeigten sich damals von dem Apollo-Angebot enttäuscht und strengten daraufhin ein Spruchverfahren gegen die Berechnung von Abfindung und Garantiedividende an. Ihnen zufolge habe Apollo den Wert des Unternehmens zu niedrig angesetzt.

Das Verfahren ist zurzeit am Landgericht Stuttgart anhängig. Am 11. Juli dieses Jahres findet nun ein erster Verhandlungstermin statt. Verallia ist in diese Auseinandersetzung nicht direkt involviert. Firmenchef Denissel vertrat in Bad Wurzach dennoch die Meinung, dass „die Bewertung angemessen ist“.

Davon abgesehen gab Verallia Deutschland personelle Änderungen in Vorstand und Aufsichtsrat bekannt. Die bis dato vakante Position des Finanzchefs wird zum 1. Juni 2018 Sebastian Kopsch übernehmen. Als Nachfolger von Aufsichtsratschef Jean-Pierre Floris, der künftig die französische Regierung in Wirtschaftsfragen berät, wurde Michel Giannuzzi, Chef der französischen Mutter Verallia SA, bestellt. Für Pierre Balian wurde der Finanzvorstand der Verallia SA, Didier Fontaine, in das Kontrollgremium gewählt.

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