Zufahrt zur Grundschule soll Spielstraße werden

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 In Weigheim soll eine weitere Spielstraße eingerichtet werden.
In Weigheim soll eine weitere Spielstraße eingerichtet werden. (Foto: Gensch/sbo)

Erneut hat der Ortschaftsrat Weigheim das Verkehrschaos im Bereich der Grundschule zu Beginn und am Ende des Unterrichts diskutiert. Ein Ortstermin mit dem Bürgeramt ergab nach eingehender Beratung, dass entlang der Mühlhauser Straße aktuell keine weiteren Schutzmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgesehen sind. Die Autofahrer tragen in Eigenverantwortung dafür Sorge, dass die Schüler auf der Gehwegseite die Autos in Richtung Schule verlassen.

Als wesentlich gefährlicher stufte das Bürgeramt die kurze Zufahrt zur Grundschule ein, die von zahlreichen Autofahrern in relativ hohem Tempo befahren wird. Hier folgte der Ortschaftsrat einstimmig dem Vorschlag, die Zufahrt so schnell wie möglich als eine Spielstraße auszuweisen. Damit verbunden sind eine maximale Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern und die klare Einzeichnung von Parkplätzen vor dem Schulgebäude.

Ursula Mosbacher ergänzte, dass es letztendlich darum geht, die Fahrgeschwindigkeit deutlich zu reduzieren. Ortschaftsrat Holger Weißhaar sprach von einem Schritt in die richtige Richtung, erachtet aber zusätzliche Baumaßnahmen, wie eine Bodenwelle zu Beginn der Zufahrt, für eine vollumfängliche Wirkung der getroffenen Maßnahme als notwendig. Er bezweifelte, dass Geschwindigkeitskontrollen entlang der Zufahrt regelmäßig vorgenommen werden.

Ratskollege Günter Schilling war erstaunt darüber, dass es nicht möglich ist, die Zufahrt nur für Anwohner und Schulbedienstete frei zu geben. Der Argumentation des Bürgeramtes, dass die Autofahrer das Verkehrschaos während der Schulzeiten in der Mühlhauser Straße in Eigenverantwortung lösen, konnte er nicht folgen. „Wenn ich eine Gefahrenquelle erkenne, muss es doch möglich sein, die Situation mit Gegenmaßnahmen zu entspannen.“

Uwe Jahn schlug im Sinne der Gleichbehandlung vor, die Ausweisung einer Spielstraße auch für die Heugasse, im Bereich der Kindertagesstätte, zu überprüfen.

Der Ortschaftsrat votierte einstimmig dafür, dass die neue Baumschutzsatzung für die Gesamtstadt inklusive Ortsteile gültig sein sollte. Einen Antrag der Fraktionen von CDU und Freien Wählern, die Ortsteile von der Anwendung der Satzung zu befreien, lehnte er ab. „Wir sind eine Gesamtstadt, und es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die neue Satzung nur für die Kernorte gültig sein sollte“, zog Ortsvorsteherin Ursula Mosbacher nach kurzer Diskussion ein Fazit. Der Idee, größere Bäume im Interesse der Allgemeinheit im Sinne des Naturschutzes erhalten zu können, sei nichts entgegen zu setzen. Zumal eine Fällung durch die Eigentümer nach Beratung und eventueller Genehmigung durch die Stadtverwaltung weiterhin möglich sei.

Für die Neubesetzung im Seniorenrat schlägt die Ortsverwaltung Ute Löwl und als Stellvertreter ihren Ehemann Gerd Löwl vor, die damit ihre Ämter für die kommenden vier Jahre tauschten.

Der Bücherschrank für die Bushaltestelle ist bestellt und wird in den kommenden Wochen aufgebaut. Ziel ist es, den Bewohnern die Möglichkeit zu bieten, ihre bereits gelesenen und nicht mehr benötigten Bücher für neue Leser frei zu geben.

Günter Schilling erinnerte daran, dass an gesetzlichen Feiertagen, wie den Feiertagen über Ostern, das Arbeiten mit lautstarken Arbeitsgeräten aus Lärmschutzgründen untersagt ist.

Aktuell wird das Innere der Wendelinskapelle saniert. Der Abschluss der Arbeiten erfolgt noch in diesem Monat, damit die Maiandachten in gewohnter Weise stattfinden können.

Am 31. März zählte Weigheim 1374 Einwohner.

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