Zu welchen Terminen die Zeitung kommt - und zu welchen nicht

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Heike Kleemann
Newsdesk

Friedrichshafen (kle) - Täglich flattern uns neue Einladungen ins Haus – Hauptversammlungen, Konzerte, Festakte, Pressegespräche etc. Und natürlich hofft jeder Veranstalter, dass die Zeitung seine Einladung annimmt. Doch das ist nicht immer möglich. An dieser Stelle geht es nicht um die „Pflichttermine“ wie Gemeinderat, Kreistag, die Vorstellung eines neuen Geschäftsführers, Bilanzpressekonferenzen oder große Gerichtsverhandlungen. Diese Nachrichten, Entscheidungen und Ereignisse, die alle Leser in irgendeiner Form direkt betreffen oder interessieren, muss die Tageszeitung selbstverständlich bieten. Hier soll es um die Veranstaltungen der vielen Vereine, Kulturveranstalter, politischen und sozialen Initiativen und Freizeitgruppen gehen, ohne die es nur ein sehr reduziertes gesellschaftliches und kulturelles Leben gäbe. Und die sich doch mitunter fragen müssen, warum eigentlich die Zeitung nicht da ist. Unser Kalender ist gut gefüllt, es gibt keinen Tag, an dem sich nicht Termine überschneiden, und am Wochenende stehen oft bis zu 30 Veranstaltungen in unserem Plan. Und da fängt die Schwierigkeit leider an. Weder haben wir genug Mitarbeiter, um alles abzudecken, noch genug Platz in der Zeitung, um so viele Berichte zu bringen. Wir müssen also auswählen und tun dies nicht leichten Herzens, sondern sagen nur ungern ab.

Deshalb gelten für die Terminbesetzung klare Kriterien: Wir kommen immer dann, wenn Veränderungen zu erwarten sind oder eine Veranstaltung einen besonderen Stellenwert hat. Stehen also bei einer Hauptversammlung Wahlen auf der Tagesordnung oder gibt ein Musikverein sein Jahreskonzert, sind dies Termine, die wir besetzen. Geht es um die Besprechung des Ausflugsprogramms oder tritt eine auswärtige, nicht allzu bekannte Gruppe auf, kommen wir eher nicht.

Ein weiteres Kriterium ist der lokale Bezug. Befasst sich eine Podiumsdiskussion mit den Auswirkungen des Brexits auf die Firmen im Bodenseekreis, ist dies für die Mehrheit unserer Leser relevanter als ein Vortrag über Strategien gegen Burn-out. Manchmal müssen wir an einem übervollen Wochenende auch um einen Eigenbericht bitten, obwohl die Kriterien erfüllt sind und wir gerne gekommen wären. Deshalb, liebe Vereinsvertreter, Kulturveranstalter und Bürgerinitiativen, nehmen Sie es uns bitte nicht übel, das heißt nicht, dass wir Ihr Engagement nicht zu schätzen wissen. Wir können nur einfach nicht immer überall sein.

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