Zeugnisse in Sicht: Jetzt in Wackelfächern büffeln

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Deutsche Presse-Agentur

Ende Januar gibt es in den meisten Bundesländern Zeugnisse - Zeit, sich noch einmal richtig ins Zeug zu legen. „Bei uns gibt es in den kommenden drei Wochen noch ein volles Programm mit Prüfungen.

Die machen 25 bis 30 Prozent der Note aus. Da ist also noch was zu retten“, sagte Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes in Bonn und Schuldirektor im Landkreis Landshut. Dabei konzentrieren sich Schüler am besten auf Wackelfächer.

Lehrer müssten Schülern sagen, wie genau ihre Note derzeit aussieht. Wer im Moment auf einer 4,6 steht, könne durch gute Mitarbeit im Unterricht möglicherweise noch auf die bessere Note kommen, sagte Kraus. Einen Anspruch auf Sonderaufgaben - etwa ein zusätzliches Referat, um die Note aufzupolieren - hätten Schüler aber nicht. „Der Lehrer muss bei der Zahl der Leistungserhebungen alle gleich behandeln“, erklärte der Verbandspräsident. Allerdings lohne es sich durchaus, mit dem Lehrer zu sprechen. „Der hat einen Ermessensspielraum. Einen Schüler, der bei 4,6 steht, wird er nicht einfach auf die Nase fallen lassen.“

Probleme könnten Schüler bekommen, die nach dem Motto „Jetzt ist es eh zu spät“ erst nach dem Zwischenzeugnis loslegen. „Dann hat man sich noch weitere schlechte Noten eingefangen“, sagte Kraus. Und die zählten auch für das Endzeugnis. Denn das setzt sich immer aus allen Noten eines Schuljahres zusammen.

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