Zertifizierung der Isnyer VHS steht an

Lesedauer: 4 Min

Das Team der VHS Isny: Andrea Friedl, Gudrun Albrecht und Heike Hengge (v. l.).
Das Team der VHS Isny: Andrea Friedl, Gudrun Albrecht und Heike Hengge (v. l.). (Foto: Jeanette Löschberger)
Jeanette Löschberger

Info:

Einklappen  Ausklappen 

ISNY (jl) – Für die Isnyer Räte steht fest: „Wir brauchen die VHS, sie ist wichtiger Bestandteil der Erwachsenenbildung und unverzichtbar, wenn es um die Integrationskurse geht“. So lautete ihr Resümee, nach dem Gudrun Albrecht, neben Heike Hengge eine der Leiterinnen der Isnyer Volkshochschule (VHS), am Montag im Gemeinderat den aktuellen Jahresbericht vorgelegt hatte.

Darin beschrieb sie auch, was bei der anstehenden Zertifizierung auf die Teammitglieder zukommt: Das Qualitätsmanagement des Baden-Württembergischen Volkshochschulverbands verlangt von VHS-Mitarbeitern die Teilnahme an Fortbildungen, die in einer Zertifizierung münden. Einrichtungen, die bis 2020 nicht zertifiziert sind, erhalten keine Zuschüsse mehr vom Verband. „Das wird ein harter Brocken für uns, denn wir müssen das alles selbst stemmen, mit unserer ohnehin schlanken Mitarbeiterstruktur“, gab Albrecht zu bedenken.

Frauen zwischen 35 und 65

Die Altersgliederung und Geschlechterstruktur der Teilnehmer, die die Angebote der VHS Isny nutzen, deckt sich im Wesentlichen mit den Angaben aus den Vorjahren: Das Bildungsprogramm erreicht vor allem Frauen im Alter von 35 bis 50 und von 50 bis 65 Jahren. Die beiden Altersgruppen werden statistisch getrennt erfasst, sie interessieren sich laut Erhebung vor allem für die Bereiche „Gesundheit“ und „Sprachen“.

Ein weiteres Thema, das die VHS beschäftigt, ist der Schulneubau, unter anderem, weil einige der Kochkurse verlegt werden müssen. Hier hat Albecht die Mensaküche im Schulzentrum im Visier. „Kochkurse können wir nicht ausfallen lassen, die gehören zu den Beliebtesten die wir haben“, erklärte sie.

Peter Clement (SPD) fragte an, welche weiteren Kooperationen es gebe, etwa mit anderen Volkshochschulen in der Region, mit Krankenkassen oder den Kliniken. Albrecht zählte auf, dass die Reihe der Ausflugsfahrten unter dem Motto „Einblicke“ oft von Auswärtigen gebucht werde, etwa aus Leutkirch oder Wangen, da die jeweiligen Programme dort gegenseitig ausliegen. Auch für die Integrationskurse stünden die Volkshochschulen in ständigem Austausch: Gemeinsam mit Aulendorf, Bad Waldsee, Wangen und Leutkirch gebe es zudem Verbandssitzungen, um beispielsweise die Dozentenbezahlung weitgehend zu vereinheitlichen.

Gabriele Kimmerle (SPD) interessierte sich für Teilnehmerzahlen bei Deutschkursen für Migranten, Integrationskursen und Alphabetisierungskursen. Albrecht erläuterte, dass für Integrationskurse eine Mindestteilnehmerzahl von 17 Personen nötig sei, um die entsprechenden Mittel vom Bundesamt für Migration zu erhalten. Zurzeit seine die Zahlen rückläufig.

Gebhard Mayer (Freie Wähler; FW) unterstrich, dass 2000 Kursteilnehmer im Jahr ein stolze Zahl sei. Bürgermeister Rainer Magenreuter lobte ergänzend: „Da brauchen wir uns sicher nicht verstecken“.

Männer als Zielgruppe erreicht

Im zurückliegenden Jahr sei eines der erklärten Ziele gewesen, mehr Männer für VHS-Kurse zu begeistern. „Das ist uns gelungen“, berichtete Albrecht erfreut auf Nachfrage von Miriam Mayer (FW). So wurden spezielle Kursangebote geschaffen, die circa 100 Männer mehr als noch 2016 dazu gebracht hätten sich anzumelden. Als herausragend erweise sich dabei „Yoga für Männer“. (jl)

Info:

Einklappen  Ausklappen 
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen