Zeitung: LKA Stuttgart war seit Januar informiert

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Das LKA Baden-Württemberg war nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) bereits seit Januar 2009 darüber informiert, dass das „Phantom von Heilbronn“ wahrscheinlich nie existierte.

Das Landeskriminalamt Oberösterreich in Linz habe dem LKA in Stuttgart bereits zu Jahresbeginn mitgeteilt, dass die DNA-Spuren, die bei einem Mordfall gefunden wurden, womöglich auf die Verunreinigung von Wattestäbchen zurückzuführen sind, die zur Spurensicherung benutzt werden.

In der Diskothek „Imperium“ war es der Zeitung zufolge am 28. September 2008 zu einem Streit zwischen Gästen aus dem ehemaligen Jugoslawien gekommen, bei dem ein 42-Jähriger zu Tode geprügelt wurde. An dem Finger des Opfers habe sich später die DNA der gesuchten Phantomfrau gefunden. Keiner der Täter und Zeugen habe aber eine Frau gesehen.

„Da wussten wir, etwas kann hier nicht stimmen“, sagte Keplinger dem Blatt. Der Verdacht fiel auf die Wattestäbchen, die man in Oberösterreich und Tirol vom selben Hersteller bezog, der auch die deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland belieferte. Auch dort sind die DNA-Spuren aufgetaucht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen