So soll es weihnachten? Zedern sind nix für Wasseralfingen

 Eine Zeder – hier ein Symbolfoto, ausdrücklich nicht aus Wasseralfingen – hat den Einwohnern dort als Weihnachtsbaum überhaupt
Eine Zeder – hier ein Symbolfoto, ausdrücklich nicht aus Wasseralfingen – hat den Einwohnern dort als Weihnachtsbaum überhaupt nicht gefallen. (Foto: Archiv)
Redakteur Aalen

Kein Zweifel: Die Zeder als solche ist ein außergewöhnlich schöner und erhabener immergrüner Baum. Dazu in seiner Art uralt. Denn anhand von Fossilfunden darf man davon ausgehen, dass Zedern schon in grauester Vorzeit weite Bereiche des Mittelmeerraumes und auch den zwischen Mittelmeer und Himalaya liegenden Raum besiedelt haben. Warum sollte eine Zeder also auch nicht mal den Wasseralfinger Stefansplatz besiedeln? In Funktion des offiziellen städtischen Weihnachtsbaums.

Gedacht, getan, und so stellte die Stadtgärtnerei am Dienstagnachmittag eine Zeder neben die wuchtige neuromanische Stephanuskirche. Was, vorsichtig ausgedrückt, bei der traditionsbewussten Wasseralfinger Bevölkerung als solcher – zumindest bei jenem Teil, der die Zeder sofort erblickt hat – eine eher suboptimale Resonanz ausgelöst hat.

Denn, je nach Art, stehen Zedern nicht immer als totaler Ausdruck eines üppigen, vollen und gleichmäßig dicht entwickelten Nadelkleids da. Und so war in den nicht wenigen sofortigen Anrufen und E-Mails an das Wasseralfinger Bezirksamt unter anderem auch von einem „Storren“ die Rede – auf gut Schwäbisch eben.

Ganz normaler Baum muss her

Am Ende hat sich lobenswerter Weise die Ortsvorsteherin Andrea Hatam ihrer konsternierten Wasseralfingerinnen und Wasseralfinger erbarmt und bei der Stadtgärtnerei darum gebeten, doch einen ganz normalen, gerade gewachsenen und traditionellen Weihnachtsbaum auf den Stefansplatz zu stellen.

Am Mittwochmorgen jedenfalls war die Zeder fast wie von Geisterhand wieder weg und die leere Fläche wartete auf den gewünschten, stinknormalen Weihnachtsbaum. An dem jetzt allen hoffentlich das richtige Lichtlein aufgeht...

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