Zahlen und Fakten zur israelischen Knesset- Wahl

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Deutsche Presse-Agentur

Bei der Parlamentswahl sind etwa 4,8 Millionen von 7,5 Millionen Israelis aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 81 Prozent der Wahlberechtigten sind nach Angaben des Statistikamtes Juden und 14 Prozent Araber (Muslime, Christen und Drusen).

Weitere fünf Prozent sind Neueinwanderer und deren Familien, die nicht als Juden registriert sind. Es stehen 33 Parteien oder Listen zur Auswahl. Die Wahllokale sind von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr (Ortszeit) geöffnet (06.00 bis 21.00 Uhr MEZ).

Im israelischen Wahlregister sind etwa eine halbe Million mehr Wahlberechtigte eingeschrieben, von denen jedoch nach Angaben des Statistikamts viele ihren ständigen Wohnsitz im Ausland haben oder bereits verstorben sind. Abgesehen von Diplomaten und Seeleuten dürfen im Ausland lebende Israelis nicht wählen. Nach Angaben der Statistikbehörde ist die Zahl der Wahlberechtigten seit der letzten Abstimmung vom 28. März 2006 um etwa 6,5 Prozent (293 000 Personen) gestiegen.

Die Wähler können ihre Stimme am Wahltag landesweit in 9263 Wahllokalen abgeben. Anders als in Deutschland gibt es keine Erst- und Zweitstimme, sondern es wird jeweils nur eine Partei oder Liste gewählt. Nur wer die Zwei-Prozent-Hürde überspringt, zieht in die Knesset ein. Nach der Wahl beauftragt der jeweilige Staatspräsident gewöhnlich den Vorsitzenden der größten Fraktion mit der Regierungsbildung.

Die Kosten der Wahlen belaufen sich nach Angaben des Wahlkomitees auf gut 206 Millionen Schekel (etwa 39 Millionen Euro).

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