Wirkstoff Paracetamol bald verschreibungspflichtig

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Deutsche Presse-Agentur

Schmerz- und Fiebermittel mit dem Wirkstoff Paracetamol sind ab einer bestimmten Konzentration von 1. April an verschreibungspflichtig. Das teilen die Apothekerverbände in Hessen (Offenbach) und Rheinland-Pfalz (Mainz) mit.

Demnach brauchen Patienten ein Rezept für das Medikament, wenn in einer Packung mehr als zehn Gramm des Wirkstoffes enthalten sind. Nicht davon betroffen sind Zäpfchen. Die Verschreibungspflicht werde eingeführt, weil Paracetamol in hoher Dosis Leberschäden verursachen kann. Grundsätzlich gelte das Medikament als sehr gut verträglich und es sei auch für Kinder geeignet.

Allerdings dürfe die Höchstdosis nicht überschritten werden. Dies könne etwa passieren, wenn mehrere unterschiedliche Mittel, etwa gegen Kopfschmerzen und gegen Fieber, eingenommen würden. Erwachsene sollten pro Tag nicht mehr als vier Gramm Paracetamol schlucken. Schäden drohen, wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als 10 bis 12 Gramm oder über einen längeren Zeitraum mehr als 7,5 Gramm täglich einnehme, teilten die Apotheker mit. Bei Kindern fallen diese Grenzwerte deutlich niedriger aus.

Apothekerverband Rheinland-Pfalz: www.lav-rp.de

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