Wirklich zuhören wäre mal nötig

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Wirklich zuhören wäre mal nötig
Wirklich zuhören wäre mal nötig (Foto: Ralf Schäfer)
Schwäbische Zeitung

Friedrichshafen - Mehr Phosphatgehalt im See – auch wenn das aus wissenschaftlicher Sicht keine negative Folgen haben würde – wird es nicht geben. Auf höhere Fangerträge müssen die Fischer damit lange warten. Zudem zieht der Kormoran seine Kreise und auch der Stichling frisst sich satt. Am Felchenfutter, aber auch an Felchenlarven. Und die 500 bis 600 Tonnen Fisch, die mit viel Energieaufwand importiert werden, sind ebenfalls ein starkes Argument, sich mit der Aqua-Kultur zu befassen. Wird es so, wie die Genossenschaft es verspricht, dann hinterlassen die Zuchtfelchen einen weitaus besseren ökologischen Fußabdruck als die Tiefkühl-Import-Filets. Über die Pläne der Genossenschaft aber hat scheinbar noch niemand ausführlich gesprochen. Auch auf der CDU-Veranstaltung fand das nur bedingt statt, die Vertreter der Genossenschaft hatten nicht einmal Gelegenheit, ihre Idee ebenso vorzustellen, wie die Fischer ihre Position darstellen konnten. Weil die Genossenschaft das nicht vorher angekündigt hatte, sagt der Veranstalter. Ein gleichberechtigter Austausch von Positionen geht jedoch anders. Viele Argumente in dieser Debatte wären hinfällig, würde man sich vorher zuhören. Das gilt auch für die Politik.

r.schaefer@schwaebische.de

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