Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Wintereinbruch hat in Teilen Deutschlands am Dienstagmorgen zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, meist blieb es aber bei Blechschäden. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fielen in den frühen Morgenstunden allein im Norden.

Bundesweit rückten Streufahrzeuge aus, um ein Verkehrschaos im Berufsverkehr zu verhindern. Offensichtlich waren die Autofahrer aber gut vorbereitet und fuhren entsprechend vorsichtig.

Besonders in Teilen Hessens kehrte der Winter mit Macht zurück. Heftige Schneefälle behinderten vor allem in Osthessen den Verkehr auf den Autobahnen. Wie die Autobahnpolizei Bad Hersfeld mitteilte, führten Schneefälle auf den Autobahnen A 4, A 5 und A 7 in kürzester Zeit zu schneebedeckten Fahrbahnen. Der Schwerverkehr kam größtenteils zum Erliegen, Lastzüge blockierten die Fahrspuren. Auf der A 7 kippten drei Lastwagenanhänger um, dabei kamen die Fahrer mit kleineren Verletzungen davon. In beiden Richtungen kam es zu Behinderungen. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf rund 120 000 Euro.

Zu einem schweren Unfall kam es auf schneebedeckter Straße an der Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz: Acht Menschen wurden dabei in der Nähe des rheinland-pfälzischen Ortes Irmtraut zum Teil schwer verletzt. Wie die Polizei Limburg berichtete, war es auf der Bundesstraße 54 zunächst zu einem kleineren Unfall mit zwei Autos gekommen. Kurze Zeit später fuhr ein Lastwagen die Gefällstrecke hinab. Der Anhänger scherte aus und kollidierte mit einem der Autos. Einige der an der Unfallstelle Wartenden sprangen aus Angst in den Straßengraben und verletzten sich dabei zum Teil schwer.

„Es schneit, aber bisher hat es noch keine Unfälle gegeben“, hieß es hingegen bei mehreren Polizeistationen in Schleswig-Holstein. Im Saarland führten Schneematsch und Glätte in den Morgenstunden zu knapp 40 Unfällen. Dabei wurden sieben Menschen leicht verletzt, wie die Polizei in Saarbrücken berichtete. Meist blieb es aber bei Blechschäden. Auf rutschigen Fahrbahnen blieben dort aber viele Lastwagen auf den ansteigenden Straßen liegen.

Auch in Ost- und Süddeutschland meldeten Leitstellen für einige Regionen Schnee und zum Teil glatte Straßen, aber nur geringe Blechschäden. Im schwäbischen Donauwörth stürzte ein Lastwagen auf glatter Straße um, der Fahrer blieb aber unverletzt.

Bei Laichingen in Baden-Württemberg prallte auf schneeglatter Straße ein Lastwagen in der Nacht mit einem liegengeblieben LKW zusammen. Dabei wurde das Führerhaus des auffahrenden Lastwagens so schwer beschädigt, dass der Fahrer von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden musste, teilte die Polizeidirektion Ulm mit. Der 35-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Fahrer des wegen der Schneeglätte liegegebliebenen Fahrzeugs blieb unverletzt, da er zum Zeitpunkt des Unfalls draußen Schneeketten aufziehen wolle.

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